Asiatischer Aktienhandel
Gewinnmitnahmen bremsen den Nikkei aus

Die Hoffnung auf eine schneller als erwartete Erholung der weltweiten Wirtschaft hat die meisten Börsen in Fernost am Montag getrieben.

HB TOKIO/HONGKONG. Für weitgehend gute Stimmung an den asiatischen Märkten sorgten zum Wochenauftakt Hinweise, wonach in China das Industriewachstum zunahm und die Wirtschaft in den USA weniger schrumpfte als erwartet. In Tokio gewann der breit gefasste Topix-Index Prozent 0,8 Prozent auf 957 Zähler. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stagnierte hingegen nahezu bei 10 352 Punkten. Gewinnmaitnahmen bremsten den asiatischen Leitindex, der zuvor noch ein neues Zehn-Monats-Hoch markiert hatte. Die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan und der chinesische Leitindex verzeichneten Aufschläge. Die Börse in Singapur befand sich im Minus.

Die Öl- und Kupferpreise legten zu, während der Dollar auf breiter Front nachgab.

In Tokio waren vor allem Bankentitel nach überraschend guten Zwischenberichten gefragt. Die Anleger verhielten sich jedoch mit Blick auf die ausstehenden Quartalsbilanzen von Schwergewichten wie Panasonic am Montag und Toyota am Dienstag vorsichtig. Auch die Bilanzdaten von Suzuki Motor standen noch aus. Der Nikkei hat die vergangene Woche sowie den Juli mit Aufschlägen von vier Prozent beendet.

Unter den Banken legte der Kurs von Mitsubishi UFJ Financial mehr als sechs Prozent zu. Das größte Institut des Landes hatte nach der Veröffentlichung von Bilanzdaten am Freitag die Erwartungen deutlich übertroffen. Auch die Anteile von Mizuho Financial verteuerten sich um 6,1 Prozent. Die Bank schloss zwar das vierte Quartal in Folge mit Verlusten ab, wurde von Morgan Stanley aber hochgestuft. In Taiwan schmierte der Kurs des Smartphone-Herstellers HTC ab und verlor sieben Prozent. Der Rivale des Blackberry-Produzenten RIM und iPhone-Erfinders Apple hatte am Freitag überraschend seine Umsatzprognose fürs Gesamtjahr gesenkt. "HTC konkurriert mit den Branchengrößen und hat nicht genug für seine Marke getan", sagte ein Analyst.

Vor dem Wochenende hatten die New Yorker Börsen uneinheitlich geschlossen. Während der Dow-Jones-Index um 0,2 Prozent auf 9171 Punkte stieg, fiel der Nasdaq. Zwar hat die US-Wirtschaft ihre Talfahrt im Frühjahr deutlich verlangsamt, jedoch wachsen die Sorgen für einem erneuten Rückgang der Konsumausgaben.

Der Euro präsentierte sich am Montag im asiatischen Handel etwas fester und profitierte damit kaum von der Dollar-Schwäche. Die Gemeinschaftswährung legte auf 1,4253 Dollar zu nach 1,4247 Dollar im späten New Yorker Handel. Zum Yen tendierte der Euro bei 135,00. Im Vergleich zum Dollar lag die japanische Währung bei 94,72 nach 94,66 Dollar im späten Handel am Freitag in New York.

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