Asiatischer Aktienhandel
Kapitalspritze treibt Japans Börse an

Die japanische Regierung hat angekündigt, Aktien von Firmen zu kaufen, deren Kapitalausstattung unter der Finanzkrise schwer gelitten hat. Das hat, zusammen mit den sehr festen Vorgaben der Wall Street, für starken Schub an der Börse gesorgt: Am Dienstag schloss der Nikkei fast fünf Prozent fester - und wieder oberhalb der 8 000-Punkte-Marke.

HB TOKIO. Die Aktienbörsen in Japan haben am Dienstag den höchsten Tagesgewinn seit sechs Wochen erzielt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag zum Handelsende 4,84 Prozent im Plus bei 8 061 Punkten, nachdem er am Vortag auf dem niedrigsten Stand seit fast drei Monaten geschlossen hatte. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 4,84 Prozent auf 805 Punkte zu. Exportwerte profitierten von einem schwächeren Yen. Die japanische Währung weitete ihre Verluste aus, nachdem die Regierung eine Kapitalspritze für in der Kreditklemme steckende Unternehmen angekündigt hatte.

Viele weitere Börsen in Asien blieben wegen des Neujahrsfestes geschlossen.

Bei dem unter Absatzschwierigkeiten leidenden Autokonzern Honda Motor sorgte ein Zeitungsbericht über eine Produktionsausweitung in China für einen Kurssprung von fast zehn Prozent. "Zusammen mit den Gewinnen der US-Börsen und dem Stopp des Kursanstieges des Yen bringt die Nachricht über die Produktionssteigerung von Honda in China einen Schub", sagte ein Analyst von Chibagin Asset Management. "Und das alles inmitten extrem pessimistischer Nachrichten über scharfe Produktionskürzungen und sinkender Verkaufszahlen." Eine Zeitung hatte berichtet, dass der zweitgrößte japanische Autobauer seine Fertigung in China um 23 Prozent steigern wolle. Honda erwarte in dem wichtigen Automarkt eine kräftige Nachfrage nach seinen spritsparenden Fahrzeugen, hieß es. In Japan und Nordamerika dagegen hat Honda wegen schleppender Absatzzahlen die Produktion gekürzt.

Die japanische Regierung hat angekündigt, Aktien von Firmen zu kaufen, deren Kapitalausstattung unter der Finanzkrise schwer gelitten hat. Bislang hat Japan - wie auch andere Staaten - für seine Banken ein Rettungspaket geschnürt. Nun sollen auch Unternehmen Hilfen erhalten, die keine Finanzinstitute sind.

Nachdem das Wirtschaftsministerium die Pläne bestätigt hatte, gab der Yen gegenüber Dollar und Euro nach. Zur japanischen Währung legte der Euro auf 118,35 Yen zu. Ein Dollar kostete 89,50 Yen. Der Euro notierte in Asien zur US-Währung bei 1,3223 Dollar, nachdem er im Frankfurter Nachmittagshandel noch bei rund 1,30 Dollar gestanden hatte.

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