Asiatischer Aktienhandel
Leichte Verluste an den Fernostbörsen

Die meisten asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag leichte Verluste verzeichnet. In Tokio veränderte sich der Leitindex kaum. Hier hielten sich die negativen Auswirkungen von Äußerungen des Ex-Notenbankchefs Alan Greenspan und die positiven Folgen der Yen-Schwäche die Waage, wie Händler sagten.

HB SINGAPUR. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab um 0,05 Prozent nach auf 17 696 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,11 Prozent zu auf 1 738 Punkte. Auch die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur und Hongkong lagen leicht im Minus. Die Börse in Südkorea verzeichnete hingegen Gewinne.

Die US-Börsen hatten nach den Greenspan-Äußerungen über einen möglicherweise drohenden Kursrutsch in China am Mittwoch ihre Gewinne eingebüßt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,11 Prozent im Minus bei 13 525 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,12 Prozent auf 1 522 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,42 Prozent auf 2 577 Stellen nach.

In China selbst gaben die Aktien zwar nach, es kam indes nicht zu einem massiven Kursrutsch. Der Shanghaier Leitindex lag zuletzt knapp 1,3 Prozent im Minus.

Analysten sagten, die Sorgen des Auslands über den chinesischen Markt erreichten nur langsam das Shanghaier Parkett.

Greenspan hatte bei einem Manager-Treffen vor einem dramatischen Abschwung am derzeit boomenden chinesischen Aktienmarkt gewarnt. „Gerade wegen des Ausdrucks „dramatisch' werden die Investoren die Entwicklung nun genau beobachten“, sagte Hiroaki Kuramochi von Bear Stearns. Panische Verkäufe werde es aber wohl nicht geben.

Zu den Verlierern in Tokio gehörten Werte, die in den letzten Tagen zugelegt hatten, wie etwa Sony. Das Papier gab um 2,11 Prozent nach. Zu den Gewinnern zählten im Gegenzug erneut Werte der Export orientierten Autobauer. Gibt der Yen nach, können die Exportfirmen ihre Produkte im Ausland günstiger anbieten, ohne selbst Verluste einzufahren. Toyota Motor legten um 1,23 Prozent zu.

Der Dollar lag zum Yen weiter nahe einem Drei-Monats-Hoch und wurde mit 121,58 Yen gehandelt. Zum Euro lag er bei 1,3458 Dollar nach 1,3449 Dollar. Der Ölpreis stieg angesichts der Spannungen in Nahost weiter und lag zuletzt bei 65,91 Dollar je Barrel.

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