Asiatischer Aktienhandel
Neue Kreditsorgen ziehen Nikkei auf 16-Monats-Tief

Neue Kreditsorgen und ein negativer Ausblick auf die US-Wirtschaft haben die asiatischen Börsen am Mittwoch schwer belastet. Der Ölpreis erreichte mit über 99 Dollar pro Barrel einen neuen Rekord. Der starke Yen belastete zudem die Papiere von Exporteuren wie Honda und Canon.

HB SINGAPUR. In Tokio schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 2,46 Prozent leichter bei 14 837 Punkten. Dies war der tiefste Schluss-Stand seit 16 Monaten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,08 Prozent auf 1438 Zähler. Auch die Börsen in Südkorea, Taiwan, Singapur, Hongkong, Shanghai gaben nach.

„Hier wird angesichts der nach unten gerichteten Korrektur der US-Wirtschaftsprognose und des starken Yen nur verkauft“, sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securities.

Die US-Notenbank hatte ihre Erwartungen für das Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft am Dienstag zurückgeschraubt. Die Währungshüter rechnen im kommenden Jahr nur noch mit einem Wachstumsplus von 1,8 bis 2,5 Prozent. Anleger zeigten sich von dieser Prognose enttäuscht. Auch der Quartalsverlust von zwei Mrd. Dollar beim zweitgrößten US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac ließ die Anleger in Japan an den langfristigen Konjunkturaussichten in den USA zweifeln.

Der Dollar fiel am Mittwoch weiter und wurde mit 108,90 Yen gehandelt, nach 109,95 Yen in den USA. Der starke Yen setzte vor allem exportierenden Firmen zu. So fielen die Aktien von Honda Motor um fast 4,5 Prozent. Auch Canon -Aktien mussten fast zwei Prozent abgeben. Der Euro legte in Fernost weiter zu und stieg zum Dollar auf ein Rekord-Hoch von 1,4854 nach 1,4821 Dollar im späten New Yorker Handel. Zum Yen kostete der Euro161,89 Yen.

In New York hatte der Dow Jones den Handel 0,4 Prozent im Plus bei 13 010 Punkten verlassen. Der S&P-500 stieg um 0,45 Prozent auf 1 439 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq legte 0,13 Prozent auf 2 596 Punkte zu.

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