Asiatischer Aktienhandel
Nikkei erholt sich wieder

In Asien haben die Aktienmärkte am Donnerstag angesichts des hohen Ölpreises uneinheitlich tendiert. Zu den Gewinnen trugen vor allem Energieaktien bei, die von dem Anstieg des Rohstoffes profitierten.

HB HONGKONG. In Tokio erholte sich der wichtige Nikkei-Index wieder, nachdem der überraschende Rücktritt des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe die Aktienmärkte einen Tag zuvor belastet hatte. Insgesamt würden die Anleger in Tokio deswegen aber zunächst abwarten, nicht zuletzt auch wegen der Fed-Zinsentscheidung nächste Woche. Die Erwartung einer Zinssenkung belastete den Dollar und ließ den Euro weiter kräftig steigen.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,15 Prozent im Minus bei 15 821 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor indes bis Handelsschluss 0,35 Prozent auf 1 522 Zähler. „Wir glauben nicht, dass sich Abes Rücktritt negativ auf die japanische Wirtschaft auswirken wird“, sagte Masuhisa Kobayashi von Barclays Capital.

Die Aktien von Ölfirmen kletterten: So stiegen die Papiere von Nippon Oil Corp um 2,22 Prozent an. Dagegen verloren Technologietitel, nachdem der US-Chiphersteller Texas Instruments seine Prognose gesenkt hatte. Die Aktien von Canon gaben um 3,5 Prozent nach, die Papiere von Hitachi fielen um 1,4 Prozent.

US-Leichtöl kostete rund 79,80 Dollar je Barrel. Der Preis lag damit nur wenig unter dem Rekordhoch von 80 Dollar. Die knappen Bestände in den USA und mögliche Lieferausfälle wegen eines neuen Hurrikans im Golf von Mexiko hatten den Preis zuvor nach oben getrieben.

Die Aktienbörsen in Hongkong und Südkorea lagen im Plus, die Märkte in Taiwan und Singapur dagegen verloren. Die Aktien des chinesischen Aluminiumherstellers Chalco fielen um fast zehn Prozent, nachdem bekannt geworden war, dass die Nummer eins der Branche, Alcoa, ihre Anteile an dem Unternehmen für zwei Milliarden verkauft hat.

In New York hatte die Wall Street am Vorabend wenig verändert geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um 0,1 Prozent auf 13 291 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index ging unverändert bei 1 471 Zählern aus dem Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,2 Prozent auf 2 592 Punkte.

Im Devisenhandel lag der Euro mit Kursen von rund 1,3895 Dollar nur knapp unter der Marke von 1,39 Dollar, die er im US-Geschäft am Mittwoch geknackt hatte. Zum Yen lag die US-Währung bei 114,30 Yen und damit ebenfalls etwas schwächer.

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