Asiatischer Aktienhandel
Nikkei fällt auf Sechs-Wochen-Tief

Die anhaltenden Sorgen über die konjunkturelle Entwicklung haben am Mittwoch die Tokioter Börse auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gedrückt.

HB TOKIO. Wie zuvor bereits an der Wall Street nährte die Debatte über die Notwendigkeit eines neuen US-Konjunkturpakets auch an Asiens Börsen die Befürchtung, dass eine Erholung noch lange keine ausgemachte Sache ist. Außerdem lasteten unerwartet schwache Daten zu Maschinen-Bestellungen in Japan auf den Aktien dieser Branche. Hinzu kamen die Kursgewinne des Yen, der zu Euro und Dollar auf den höchsten Stand seit über einem Monat kletterte.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss 2,35 Prozent im Minus bei 9 420 Punkten, der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,26 Prozent auf 888 Zähler. Die Aktien der Autohersteller Nissan, Toyota und Mazda büßten gut drei Prozent ein. Die Papiere von Honda gaben sogar 5,5 Prozent ab. Die Titel des Maschinenbauers Komatsu fielen um dreieinhalb Prozent. Die Bestellungen im für die japanische Industrie wichtigen Maschinenbau sackten im Mai um drei Prozent gegenüber dem Vormonat ab.

An den anderen asiatischen Börsen fiel die Talfahrt nicht ganz so drastisch aus wie in Tokio. In Südkorea, Taiwan, Singapur und Hongkong, Shanghai gaben die Aktien durchschnittlich um etwa ein Prozent nach.

Die US-Börsen waren am Dienstag auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Monaten eingebrochen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 1,9 Prozent auf 8163 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 fiel zwei Prozent auf 881 Punkte, den tiefsten Stand seit dem 1. Mai. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 2,3 Prozent auf 1746 Punkte.

Die Risikoscheu der Anleger wirkte sich auch auf den Euro aus und drückte die Gemeinschaftswährung im Handel in Fernost zum Yen und Dollar auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen. Ein Euro kostete 131,07 Yen.

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