Asiatischer Aktienhandel
Nikkei fällt unter 17 000-Punkte-Marke

HB TOKIO. Die Börse in Tokio hat am Mittwoch nach den Vortagesverlusten an der Wall Street schwere Einbußen erlitten. Der Nikkei-225-Index stürzte um mehr als 500 Punkte deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 17 000 Punkten. Zum Handelsende notierte das Börsenbarometer einen Abschlag von 2,92 Prozent auf 16 676,89 Punkten.Der breiter gefasste Topix büßte 2,93 Prozent auf 1 674,94 Zähler ein.

Ausgelöst wurden die Abgaben in New York durch die Krise der so genannten Subprime Lenders in den USA. Neue Daten des Branchenverbandes Mortgage Bankers Association bestätigten am Vortag die Schwierigkeiten der auf Risikodarlehen spezialisierten Hypothekenbanken.

Auch der weiterhin schwache Dollar im Vergleich zum Yen belastete das Sentiment, hieß es. Der Greenback ist aktuell wieder unter das Niveau von 116 Yen gefallen. Dies sorgte vor allem bei den Exportwerten für deutlichere Abgaben. Der Nikkei-225 wird nun kurzfristig in einer Spanne zwischen 16 500 und 17 000 Punkten gesehen. Die Investoren dürften sich vor allem an der weiteren Entwicklung in den USA orientieren, so ein Marktbeobachter. Die Anleger hätten die niedrigeren Niveaus auch kaum zum Aufbau neuer Positionen genutzt.

„Es hat nur verhältnismäßig wenige Gelegenheitskäufe gegeben“, ergänzte ein Analyst. Zeichen für eine mögliche Verlangsamung der US-Konjunktur rückten stärker in den Fokus der Investoren. Die Entwicklung der Wirtschaft in den USA und der weiter schwache Dollar dürften einen größeren Einfluss auf den japanischen Aktienmarkt haben.

Vor allem die Werte aus dem Automobil- und Technologiesektor dürften sich vor diesem Hintergrund mit Abgaben zeigen, so ein Händler. Bei den Einzelwerten standen Nikko Cordial im Blickpunkt des Interesses. Die Citigroup hat ihr Angebot für das japanische Wertpapierhandelshaus auf 1.700 Yen je Aktie erhöht. Bisher lag das Gebot von Citigroup bei 1.350 Yen je Anteilsschein. Die Boards beider Unternehmen hätten dem Angebot zugestimmt. Die Aktien von Nikko Cordial kletterten um 13,4% auf 1.690 Yen. Dagegen verloren Seiko Epson 5,4% auf 3.180 Yen. Grund war ein Bericht, wonach das Unternehmen im ablaufenden Fiskaljahr einen Nettoverlust ausweisen wird. Nach Handelsschluss teilte das Unternehmen mit, es werde für das Fiskaljahr mit einem Verlust von 18 Mrd. Yen gerechnet.

Bei den Exportwerten verloren Sony 4,1% auf 5.860 Yen, Toyota Motor büßten 3,2% auf 7.540 Yen ein und Mitsubishi Motors verzeichneten einen Abschlag von 2,7% auf 184 Yen. Nintendo schlossen aufgrund von Gewinnmitnahmen mit einem Minus von 2,4% auf 32.500 Yen.

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