Asiatischer Aktienhandel
Nikkei folgt US-Märkten ins Minus

Die Aktienmärkte in Asien haben nach schwachen Vorgaben der New Yorker Börsen am Freitag überwiegend Verluste verzeichnet. Wegen eines weiterhin schwachen Dollars und neuer Rekordpreise für Öl wuchsen die Sorgen um die US-Wirtschaft.

HB TOKIO. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss 0,62 Prozent niedriger bei 16 312 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,94 Prozent auf 1 552 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Singapur verbuchten Verluste. Die Börsen in Südkorea und Taiwan dagegen notierten im Plus.

„Die Gewinne im Zuge der US-Zinssenkung nehmen langsam ab. Angesichts der steigenden Ölpreise und des schwachen Dollars gehen den Märkten langsam die positiven Einflüsse aus, welche weitere Gewinne tragen könnten“, sagte Kim Hak Kyun von Korea Investment and Securities.

Vor allem Exportwerte gaben wegen des zum Dollar erstarkten Yen nach. Honda-Papiere verloren rund drei Prozent, Sony-Aktien gaben 1,8 Prozent nach. Auch Anteilscheine von Sharp verloren knapp zwei Prozent. Das Unternehmen hatte erklärt, einen 14,3-Prozent-Anteil an dem Konkurrenten Pioneer zu erwerben. Beide Firmen wollen gemeinsam an der Entwicklung der nächsten Generation von DVD-Spielern arbeiten. Der Pioneer-Kurs gab 2,2 Prozent nach.

Der Dollar notierte im asiatischen Devisenhandel weiter in der Nähe seines Rekordtiefs zum Euro. Nach der unerwartet deutlichen Zinssenkung der US-Notenbank Fed Anfang der Woche verkauften die Händler wieder Positionen in der US-Währung. Der Dollar wurde zum Euro mit 1,4094 Dollar bewertet, und lag damit nur unwesentlich über dem zuvor im New Yorker Handel erreichten Rekordtief von 1,4099 Dollar. Zum Yen notierte die US-Währung bei 114,83 Yen.

Neue Äußerungen des US-Notenbankchefs Ben Bernanke dürften dem Dollar ebenfalls geschadet haben. Bernanke sagte am Donnerstag, die finanziellen Verluste, die aus den Verwerfungen am US-Immobilienmarkt für zweitrangige Hypotheken resultierten, hätten „auch die pessimistischsten Schätzungen noch weit übertroffen“.

US-Leichtöl kostete rund 81,61 Dollar je Barrel. Am Donnerstag war der Ölpreis erstmals über 84 Dollar gestiegen. Es war der siebte Handelstag in Folge, bei dem ein Rekord erreicht wurde. Hintergrund sind unter anderem der schwache Dollar und ein aufziehender Sturm im Golf von Mexiko, der mit seinen Förderanlagen von großer Bedeutung für die Ölversorgung der USA ist.

In New York hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,35 Prozent auf 13 766 Punkte verloren. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,67 Prozent nach auf 1 518 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,46 Prozent auf 2 654 Punkte.

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