Asiatischer Aktienhandel
Nikkei gibt rund 350 Punkte nach

Der japanische Aktienmarkt hat am Morgen belastet durch Kursverluste an der Wall Street sehr schwach geschlossen. Der Nikkei-225-Index verlor rund 350 Punkte und gab somit 2,09 Prozent auf 16 517,48 Zähler ab. Der breiter gefasste Topix fiel um 2,18 Prozent auf 1 600,17 Punkte.

HB TOKIO. Neue Sorgen über das Ausmaß der Kreditkrise hatten die Stimmung an den US-Börsen kippen lassen. Dort waren Aktien der Citigroup und Bank of America von Analysten der CIBC World Markets in ihrer Bewertung abgestuft worden. Der japanische Aktienmarkt sei zwar hart von den Kursverlusten an der Wall Street getroffen worden, sagte Marktstratege Hideo Mizutani von Sieg Securities. Aber der Markt dürfte sich auf einem niedrigen Level fangen und zum Jahresende wieder neue Impulse erhalten. Obwohl der ISM-Index in den USA einen leichten Rückgang der Aktivitäten im Verarbeitenden Gewerbe gezeigt habe, sei die US-Wirtschaft noch nicht auf dem Weg in eine Rezession. Das Augenmerk liege nun auf den Arbeitsmarktdaten, die am Freitagnachmittag veröffentlicht werden. Wenn diese im Rahmen der Erwartungen liegen, heiße das, dass die Wirtschaft immer noch stabil sei.

Die bislang vorgelegten Berichte zeigten einen Aufwärtstrend, sagte Aktienhändler Hiroichi Nishi von Nikko Cordial Securities. Er rechne damit, dass der Nikkei sich in der kommenden Woche zwischen 16 300 und 16 800 Punkten bewegt. Toyota Motor , Olympus und Nikon legen dann ihre Zahlen vor.

In Folge der schlechten Stimmung an den Finanzmärkten gerieten Bankenwerte unter Druck. Mitsubishi UFJ Holdings gaben 6,0 Prozent auf 1 052 Yen ab, Resona Holding verloren 8,1 Prozent auf 204 000 Yen, Sumitomo Mitsui Financial Group fielen um 6,0 Prozent auf 868 000 Yen und Mizuho Financial gaben 5,8 Prozent auf 607 000 Yen ab.

Unter den Brokern fielen Nomura Holdings um 4,4 Prozent auf 1993 Yen, Daiwa Securities sanken 5,4 Prozent auf 1 041 Yen und Nikko Cordial Group fielen um 3,9 Prozent auf 1 592 Yen.

Mazda Motor gaben 2,6 Prozent auf 686 Yen ab. Nach Börsenschluss gab der Autobauer bekannt, dass sein operativer Gewinn im ersten Halbjahr um 4,8 Prozent auf ein Rekordniveau gestiegen sei. Gründe waren gute Umsätze in den USA und anderen ausländischen Märkten sowie der schwache Yen.

Nissan Motor gaben 5,8 Prozent auf 1 301 Yen ab, Toyota Motor verloren 4,0 Prozent auf 6 480 Yen. Autobauer Mitsubishi Motors stiegen hingegen um 0,9 Prozent auf 232 Yen.

Sony gab 2,7 Prozent auf 5 670 Yen ab, Canon fielen um 2,7 Prozent auf 5 800 Yen und Pioneer verloren 3,5 Prozent auf 1 247 Yen.

Ähnlich wie in Japan war der Handelsverlauf an anderen asiatischen Aktienmärkten, zum Beispiel in Singapur und Malaysia. In Taiwan gaben die Kurse zeitweise um rund zwei Prozent nach, in Shanghai um 1,2 Prozent.

Auch die Hongkonger Börse startete mit einem Verlust von fast drei Prozent in den Handel. Der Hang-Seng-Index, der seit Jahresbeginn um 57 Prozent gestiegen ist, verlor zunächst mehr als 1.000 Punkte, später verringerte sich der Verlust wieder etwas.

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