Asiatischer Aktienhandel
Nikkei gibt rund zwei Prozent nach

Befürchtungen über eine Ausweitung der Kreditkrise haben den Aktienmärkten in Fernost am Dienstag deutliche Verluste beschert. Besonders Bankenwerte wurden verkauft. Investoren befürchteten, die Krise beim britischen Baufinanzierer Northern Rock könne sich auch auf andere Großbanken ausweiten.

HB TOKIO/HONGKONG. Das Institut war wegen der hohen Zinsen am Geldmarkt unter Druck geraten mit der Folge, dass ihr die Bank von England Hilfen angeboten hat. Der Dollar notierte vor der von Volkswirten erwarteten Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) nahezu unverändert.

In Tokio verlor der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 2,02 Prozent auf 15 801 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index fiel 2,19 Prozent auf 1510 Zähler. Auch die Börsen in Hongkong, Singapur und Südkorea lagen tiefer. Der Markt in Taiwan blieb wegen eines Taifuns geschlossen.

Am japanischen Markt verloren wegen der Sorgen um den Kreditmarkt die Aktien der Mizuho Financial Group 7,91 Prozent. Mitsubishi-UFJ-Papiere gaben 4,8 Prozent nach. Zusätzlich unter Druck gerieten die Finanzwerte, nachdem die Kreditmarktkrise mit Credia auch erstmals einen mittelgroßen Geldgeber erwischt hatte.

Gegen den Trend entwickelten sich im Handelsverlauf vor allem Energieaktien. Sie profitierten von erneut gestiegenen Rohölpreisen. Getrieben von Sorgen vor einer Vorratsverknappung zu Beginn der Heizperiode stieg der Preis für ein Barrel US-Leichtöl auf mehr als 81 Dollar. Kurz vor Handelsschluss gerieten allerdings auch Energietitel in den Sog: die Aktie des japanischen Energieunternehmens Inpex Holdings fiel 0,88 Prozent.

Die New Yorker Aktienmärkte hatten wegen der Turbulenzen am Kreditmarkt zum Wochenauftakt tiefer geschlossen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,29 Prozent im Minus bei 13 403 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,51 Prozent auf 1476 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbuchte Verluste von 0,79 Prozent auf 2581 Punkte.

Vor der Fed-Zinsentscheidung notierte der Dollar im asiatischen Devisenhandel zum Euro kaum verändert. An den Finanzmärkten wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinsen von derzeit 5,25 Prozent um 25 Basispunkte senken dürfte. Ein Euro wurde mit 1,3850 Dollar gehandelt. Wegen der Northern-Rock-Krise gab das Pfund Sterling zum Dollar nach und wurde mit 1,9918 Dollar erstmals in diesem Monat unter der Zwei-Dollar-Marke gehandelt.

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