Asiatischer Aktienhandel
Nikkei legt kräftig zu

HB TOKIO. Die Aktienbörse in Tokio hat am Freitag sehr fest geschlossen. Der Nikkei 225 schloss mit einem Plus von 2,57 Prozent auf 16 569,09 Punkten. Der breitere Topix gewann 2,55 Prozent auf 1 608,25 Punkte. Händlern zufolge beflügelten den Markt Medienberichte, wonach sich US-Präsident George W. Bush am Freitag erstmals zur Krise am US-Immobilienmarkt zu Wort melden will. Danach soll ein Maßnahmenbündel zur Lösung der Kreditprobleme angekündigt werden. Zudem habe ein niedrigerer Yen Exportwerte angetrieben.

US-Präsident George W. Bush wird am Freitag Maßnahmen zur Unterstützung von Hausbesitzern mit zweitklassiger Bonität (Subprime) ankündigen, um Zahlungsausfälle dieser Hypothekenschuldner zu vermeiden. Wie das Weiße Haus mitteilte, gibt der US-Präsident um 17.10 Uhr MESZ eine Erklärung über die Finanzierung von Hypotheken ab. Details wurden nicht genannt. Aus Regierungskreisen verlautete jedoch, dass Bush eine Reihe von Initiativen und Reformen plane, die mit den Problemen im Subprime-Segment des US-Hypothekenmarkts in Verbindung stünden. „Er wird auch über Reformen sprechen, die verhindern sollen, dass diese Probleme in Zukunft enstehen“, sagte ein hochrangiges Mitglied der US-Regierung.

In Reaktion auf diese Nachricht legten die US-Futures im asiatischen Handel deutlich zu und gaben damit den asiatischen Börsen Auftrieb. Der Yen gab gegenüber Dollar und Euro etwas nach.

Gefragt waren ferner Aktien von Handelsunternehmen. Händler erklärten dies damit, dass der Sektor angesichts der guten Ertragsaussichten der Branche unterbewertet sei. Zudem hätten ausländische Fonds zum Monatsende ihre Portfolios optimiert. Mitsubishi Corp verbesserten sich um 5,8% und Mitsui & Co um 6,6%. Die Papiere von Komatsu gewannen 3,2%, nachdem der Hersteller von Baumaschinen die Gründung einer Tochtergesellschaft in China angekündigt hatte. Toshiba Machine verloren dagegen 0,8%, nachdem die Muttergesellschaft Toshiba mitgeteilt hatte, sie werde einen Teil ihrer Beteiligung an dem Unternehmen verkaufen. Aktien von Einzelhandelsunternehmen litten unter den Daten zu den persönlichen Ausgaben. Diese waren entgegen den Erwartungen im Juli erstmals seit sieben Monaten gesunken. Aeon sanken um 2,3% und Takashimaya um 0,9%.

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