Asiatischer Aktienhandel
Nikkei schließt mit leichten Verlusten

Die asiatischen Börsen haben nach den kräftigen Kursanstiegen der vergangenen Woche am Montag eine Pause eingelegt. Der weitere Verfall des Dollar drückte vor allem auf die Aktien der Unternehmen, die stark vom Export abhängig sind. Bankwerte profitierten dagegen vom Hilfsplan des US-Finanzministeriums für Subprime-Kreditnehmer.

HB TOKIO. Die Tokioter Aktienbörse hat am Montag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei 225 ging mit einem Minus von 0,33 Prozent bei 15 628,97 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix legte dagegen um 0,28 Prozent auf 1 532,16 Zähler zu. Nach den Kurszuwächsen der vergangenen Handelstage hätten Anleger Gewinne eingestrichen, sagten Händler. Zudem habe der wieder stärkere Yen auf die Stimmung gedrückt und vor allem Exportwerte belastet.

Für eine gedämpfte Stimmung sorgte auch der Börsengang der China Railway Group. Die Papiere wurden bei ihrem Handelsdebut zwar um mehr als 50 Prozent höher gehandelt, Analysten hatten jedoch mit mehr gerechnet.

Auch die Börsen in Hongkong und Singapur legten zu. Die Märkte in Taiwan und Südkorea notierten dagegen etwas schwächer. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed dürften sich die Anleger jedoch zurückhalten, größere Bewegungen am Markt seien daher unwahrscheinlich, sagte Samuel So von Samsung Securities in Seoul. Koichi Ogawa von Daiwa SB Investments verwies auf den weiteren Verfall des Dollar und die mit der Verteuerung des Yen verbundenen Sorgen. Derzeit sehe er kaum Luft für weitere Kursanstiege, sagte er. Der Dollar verlor zur japanischen Währung auf 110,56 Yen.

Zu den Verlierern gehörten die Aktien von Unternehmen, die besonders vom Export abhängig und deswegen von der Dollar-Schwäche unmittelbar betroffen sind. So gaben Toyota-Aktien 0,8 Prozent nach, Sony-Titel verloren 0,83 Prozent, Canon-Anteilsscheine gaben 0,86 Prozent ab. Im Gegenzug waren die Papiere von den Firmen gefragt, die sich auf das Inlandsgeschäft konzentrieren. Die Aktien der Bekleidungskette Fast Retailing gewannen etwa 3,29 Prozent.

Der Hilfsplan des US-Finanzministerium und der US-Hypothekenbranche sieht vor, die Zinsen für Subprime-Kreditnehmer einzufrieren, um so die Krise abzumildern. Die Papiere von US-Hypothekenbanken legten daraufhin deutlich zu. Auch in Asien profitierten Bankwerte: So gewannen die Titel der Citigroup in Tokio 5,43 Prozent, die Aktien von Mitsubishi UFJ stiegen 2,66 Prozent.

Die Aktien von China Railway stiegen zum Handelsauftakt in Shanghai um 56 Prozent auf 7,5 Yuan. Damit lagen sie am unteren Rand der Analysten-Erwartungen. Dies sei ein Zeichen, dass sich die Euphorie für Börsengänge abgeschwächt habe, sagte Zhang Yang von Orient Securities. Durch den Börsengang in Shanghai strich die China Railway Group rund drei Mrd. Dollar ein. Mit dem für Freitag geplanten Börsenstart in Hongkong kommen noch einmal 2,5 Mrd. Dollar hinzu. Damit handelt es sich nach Daten von Thomson Financial um den fünftgrößten Börsengang in China in diesem Jahr.

In den USA hatten Hoffnungen auf eine Zinssenkung die Börsen beflügelt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging am Freitag mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 13 371 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 0,8 Prozent höher bei 1481 Zählern. Der Technologie-Index Nasdaq lag um 0,3 Prozent im Minus bei 2660 Punkten.

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