Asiatischer Aktienhandel
Nikkei schließt rund ein Prozent schwächer

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch uneinheitlich notiert. In Japan schloss der Nikkei den dritten Tag in Folge auf einem Sieben-Wochen-Tief. Vor allem Exportwerte wie der Kamerahersteller Canon standen auf der Verkaufsliste der Anleger. Grund war Händlern zufolge der stärkere Yen.

HB TOKIO/HONGKONG. Der japanische Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem freundlichen Handelsbeginn ins Minus gedreht und schwach geschlossen. So büßte der Nikkei-225-Index 0,94 Prozent auf 16 096,68 Punkte und ging damit auf dem tiefsten Stand seit Mitte September aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix verlor 1,14 Prozent auf 1 556,69 Punkten.

Auch die Märkte in Seoul und Singapur lagen im Minus, während die Börsen in Shanghai, Taiwan und Hongkong Gewinne zwischen 0,1 und einem Prozent verbuchten.

In Japan verlor die Aktie von Canon 1,6 Prozent. Auch die Papiere des Autobauers Nissan schlossen 2,6 Prozent tiefer. Dagegen kauften die Anleger die Aktien des Rivalen Toyota, der nach Börsenschluss seine Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegte. Demnach verdiente der Autobauer mehr als vor einem Jahr. Zudem hob der Konzern für das bis Ende März 2008 laufende Geschäftsjahr seine Gewinnprognose an. Ebenfalls zu den Gewinnern zählte der Telekommunikationskonzern Softbank. Nachdem er über einen um 49 Prozent gestiegenen Betriebsgewinn berichtet hatte, legte seine Aktie 0,6 Prozent zu.

Die US-Aktienmärkte hatten am Dienstag dank der jüngsten Rekordstände beim Ölpreis Gewinne verbucht. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent höher bei 13 661 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 1,2 Prozent auf 1 520 Zähler zu. Der Nasdaq-Index notierte 1,1 Prozent fester bei 2 825 Punkten.

Der Euro erreichte im fernöstlichen Devisenhandel ein neues Rekordhoch zum Dollar. Der Kurs der Gemeinschaftswährung stieg auf der elektronischen Handelsplattform EBS um bis zu 0,7 Prozent auf 1,4666 Dollar. Zuvor hatte ein hochrangiger Vertreter Chinas erklärt, sein Land solle seine Währungsreserven von 1,43 Billionen Dollar besser diversifizieren. Später relativierte er diese Aussage und betonte, er habe nicht für den Kauf von mehr Euro-Reserven werben wollen. Belastet wurde der Dollar-Kurs auch von anhaltenden Sorgen über Verluste von US-Finanzkonzernen wegen der Kreditkrise und Spekulationen über weitere bevorstehende Zinssenkungen.

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