Asiatischer Aktienhandel
Nikkei schließt schwächer

Aus Angst vor einem Anhalten der Hypothekenkrise haben die Börsen in Fernost am Dienstag überwiegend Verluste erlitten. In Japan zogen vor allem Bankentitel den Nikkei ins Minus, nachdem Hiobsbotschaften der Citigroup am Vortag auch die Wall Street belastet hatten. Insgesamt verhielten sich die Händler in Erwartung weiterer US-Quartalszahlen vorsichtig.

HB HONGKONG. Der Euro tendierte nahezu unverändert bei 1,4208 Dollar. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,27 Prozent im Minus bei 17 138 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index fiel bis Handelsschluss 1,94 Prozent auf 1 625 Punkte. Die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Singapurverbuchten ebenfalls Abschläge. Lediglich Taiwan lag im Plus.

Aus Japan selbst erhalte die Börse derzeit keine Impulse, sagte Takashi Ushio von Marusan Securities. "Deshalb hängt der Markt in Tokio von US-Faktoren ab. Und die Sorge über US-Geschäftsergebnisse nimmt zu." Vor allem Aussagen der größten US-Bank Citigroup belasteten das Handelsgeschehen. Das Geldhaus hatte mit seinen Aussagen bei Vorlage seiner Quartalsbilanz den Händlern Anlass zu der Annahme gegeben, dass das Kreditproblem in den USA wohl noch nicht überstanden sei und damit Finanztitel weiter belasten werde.

"Die Mitteilung der Citigroup hat das Schreckgespenst anhaltender Kreditprobleme zu einem Zeitpunkt wieder erweckt, zu dem der Markt ganz allgemein entschieden hatte, dass das Schlimmste bereits hinter uns liegt", sagte Norihiro Fujito von der Sparte Investment Research bei Mitsubishi UFJ Securities. Die Aktien der Mitsubishi UFJ Financial verloren mehr als sechs Prozent, die Papiere des größten japanischen Brokers Nomura Holdings fielen um knapp 0,5 Prozent. Asiatische Exportwerte verbuchten ebenfalls Abschläge aus Sorge um ein Abschwächen der Kauflaune in den USA. Canon-Aktien verbilligten sich etwa um 2,8 Prozent.

Zu den Gewinnern in Fernost zählten hingegen Energietitel, nachdem der Preis für ein Barrel US-Öl über Nacht auf einen neuen Rekord von 86,71 Dollar gestiegen war. Die Aktien der japanischen Inpex etwa legten 2,4 Prozent zu.

In den USA hatten die New Yorker Börsen zum Wochenbeginn im Minus geschlossen. Auch hier gerieten vor allem Finanztitel in den Sog der Entwicklung bei der Citigroup, der die Hypothekenkrise ein Milliardenloch in die Quartalsbilanz riss. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel um 0,77 Prozent schwächer bei 13 984 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,84 Prozent auf 1548 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,91 Prozent auf 2780 Punkte.

Der Euro kostete 166,78 Yen. Der Dollar notierte bei 117,39 Yen.

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