Asiatischer Aktienhandel
Nikkei schließt so gut wie unverändert

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag uneinheitlich notiert. Finanzaktien in Tokio bekamen weiter Sorgen wegen der Kreditkrise zu spüren. Dagegen waren Papiere exportorientierter Unternehmen gefragt, da sich der Anstieg des Yen zum Dollar vorübergehend etwas abbremste.

HB TOKIO/HONGKONG. Die Aktienbörse in Tokio hat am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei 225 ging mit einem leichten Aufschlag von 0,10 Punkte auf 12 992,28 Zähler und damit prozentual unverändert aus dem Handel. Der breit gefasste Topix fiel um 0,43 Prozent auf 1 265,66 Punkte. Nach dem starken Kursrückgang am Vortag seien die Anleger wieder auf Schnäppchenjagd gegangen, sagten Börsianer.

Am Vortag hatte der Nikkei mehr als vier Prozent abgegeben und auf dem niedrigsten Stand seit sechs Wochen geschlossen. Die Börsen in Hongkong und Shanghai verzeichneten ebenfalls Verluste, die Aktienmärkte in Taiwan und Südkorea legten zu.

"Die jüngsten Marktbelastungen rühren von den Problemen mit den schlecht besicherten US-Hypotheken her, und da ist kein einfacher Ausweg in Sicht", sagte Stratege Tsuyoshi Segawa von Shinko Securities. Zu den Verlierern gehörten folglich Titel wie die von Sumitomo Mitsui Financial Group. Sie gaben knapp drei Prozent nach.

Dagegen legten Exportwerte wie die des Autoherstellers Honda knapp ein Prozent zu. Kyocera -Aktien gewannen 1,3 Prozent. Die Aktie des Elektronikkonzerns Pioneer schoss gar um knapp zwölf Prozent in die Höhe.

Die Zeitung "Nikkei" hatte berichtet, dass das Unternehmen seine Pläne zum Ausstieg aus der Produktion von Plasma-Bildschirmen abschließe. Demnach will Pioneer diese Bauteile für seine Flachbildfernseher künftig von Matsushita Electric Industrial beziehen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging am Vorabend mit 12.258 Punkten aus dem Handel, das entspricht einem Rückgang um 0,06 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500 schloss 0,05 Prozent fester bei 1 331 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,57 Prozent auf 2 258 Punkte.

Der Euro gab im asiatischen Handel etwas zum Dollar nach. Grund seien die Äußerungen von Vertretern der Euro-Zone zum jüngsten Höhenflug der europäischen Gemeinschaftswährung, sagten Händler. Die Finanzminister der Euro-Zone sind nach Angaben des Euro-Gruppen-Chefs Jean-Claude Juncker besorgt wegen des hohen Kurses. EZB -Präsident Jean-Claude Trichet erklärte, derzeit seien Stellungnahmen der US-Regierung sehr wichtig, wonach ein starker Dollar im Interesse der Wirtschaft ihres Landes sei.

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