Asiatischer Aktienhandel
Nikkei schließt wieder über 13 000 Punkten

Die wichtigsten japanischen Aktienindizes haben am Donnerstag ins Plus gedreht und etwas fester geschlossen. Der Nikkei-225-Index gewann 0,82 Prozent auf 13 207,15 Zähler. Für den breit gefassten Topix ging es um 0,51 Prozent auf 1 305,08 Punkte nach oben.

HB TOKIO. Händlern zufolge hätten die Anleger auf niedrigem Kursniveau wieder zugegriffen, nachdem der Nikkei am Vortag 646 Punkte verloren hatte. Der Dollar notierte zu Mittag fester bei 106,30-35 Yen nach 106,27-30 Yen am späten Vortag. Der Euro tendierte leichter bei 1,4610-15 Dollar nach 1,4626-29 Dollar am späten Vortag.

Die Märkte konnten anfängliche Verluste wieder wettmachen, nachdem Deutsche Securities das Rating für die Titel von Softbank Corp anhob. Dagegen verbuchten Exporttitel wegen anhaltenden Ängsten vor einer Rezession in den USA Verluste. Eine Reihe von japanischen Unternehmenstiteln litten zudem unter herabgesetzten Gewinnprognosen für das Gesamtjahr. Die Börsen in Taiwan, Südkorea, Singapur, Hongkong und Shanghai blieben wegen des chinesischen Neujahrs geschlossen.

Die Titel von Softbank stiegen um mehr als sechs Prozent, nachdem Deutsche Securities die Aktien des drittgrößten japanischen Mobilfunkbetreibers mit „Kaufen“ bewertet hatte. Durch eine Verbesserung des Markenimages und die Einführung von Billigtarifen habe das Unternehmen seinen Kundenstamm ausweiten können, schrieb ein Analyst von Deutsche Securities. Zuvor veröffentlichten Daten zufolge konnte Softbank im Januar mehr als doppelt so viele Neukunden gewinnen wie die stärksten Konkurrenten NTT DoCoMo und KDDI Corp zusammen.

Dagegen zogen niedrigere Gewinnprognosen die Titel einer Reihe von japanischen Unternehmen nach unten. Die Aktien von Taiyo Yuden fielen um mehr als sieben Prozent, nachdem der Hersteller von Elektronikteilen die Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt hatte. Das Unternehmen leidet unter einem stärkeren Yen und einer schwächeren Nachfrage für Computerteile.

„Jeder weiß, dass sich die Wirtschaft verlangsamt, und das Problem ist, dass keiner weiß, wann das aufhört“, sagte Akihito Yamanoi von AIG Global Investment. Zudem verbuchten japanische Exportwerte Verluste. So fielen etwa die Aktien von Advantest Corp um 2,7 Prozent.

In Australien stiegen die Aktien des Bergbaukonzerns BHP Billiton um 0,7 Prozent, während die Titel von Rio Tinto um 0,1 Prozent sanken. Rio hatte am Mittwoch eine nachgebesserte Übernahme-Offerte von BHP in Höhe von 147 Milliarden Dollar abgelehnt.

Der Euro notierte im fernöstlichen Devisenhandel gegenüber dem Dollar vor der EZB-Sitzung kaum verändert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,4625 Dollar gehandelt.

Zum Yen tendierte der Euro bei 155,78 Yen, nach 155,66 Yen zum US-Börsenschluss. Der Dollar notierte zur japanischen Währung bei 106,50 Yen und damit kaum verändert.

In den USA hatten die Börsen zuvor wegen Zweifeln an baldigen weiteren Zinssenkungen der US-Notenbank im Minus geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,53 Prozent tiefer bei 12 200 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,76 Prozent auf 1 326 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,33 Prozent nach auf 2 278 Stellen.

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