Asiatischer Aktienhandel
Nikkei schließt wieder über 18 000 Punkten

Der Nikkei-Index an der Aktienbörse in Tokio hat am Dienstag erstmals seit drei Monaten über der Marke von 18 000 Punkten geschlossen. Das Börsenbarometer für 225 führende Werte notierte am Handelsende einen Aufschlag von 80,39 Punkten oder 0,45 Prozent beim Stand von 18 053,81 Zählern.

HB TOKIO. Der breit gefasste Topix legte in Folge der positiven Vorgabe der New Yorker Wall Street vom Vortag um 3,72 Punkte oder 0,21 Prozent auf den Stand von 1776,56 Zählern zu.

Insgesamt tendierten die Aktienmärkte in Asien am Dienstag aber uneinheitlich. Sorgen der Anleger nach einer erneuten Berg- und Talfahrt in China stand eine positive Stimmung angesichts guter Quartalszahlen aus den Unternehmen gegenüber. Zudem gab der wieder relativ hohe Ölpreis den Aktien von Öl-Konzernen Auftrieb. Der Euro kletterte zum Yen auf ein Allzeit-Hoch.

„Ich finde keine Worte für diesen Markt - er ist einfach verrückt“, sagte Analyst Wu Nan von Xiangcai Securities zur Entwicklung an Chinas Leitbörse Schanghai. „Die Leute haben eine Erholung erwartet, aber das ist nicht eingetroffen. Und jede kleine Erholung zieht nur eine neue Verkaufswelle nach sich, weil das Vertrauen weg ist.“ Tatsächlich war der Index SSEC auch am Dienstag wieder auf heftiger Berg- und Talfahrt und lag kurz vor Handelsschluss knapp ein Prozent im Plus. Im Tagesverlauf hatte er zeitweise mehr als sieben Prozent im Minus gelegen.

In Taiwan und Südkorea ging es leicht bergauf, Singapur und Hongkong notierten etwas schwächer.

Zu den Gewinnern in Tokio zählten unter anderem die Anleger der Hausbaufirma Sekisui House, deren Aktien um rund drei Prozent nach oben kletterten. Das Unternehmen hatte zuvor Quartalszahlen vorgelegt, die über den Erwartungen des Marktes lagen. Papiere von Firmen, die im Öl-Geschäft sind, legten zu, nachdem der Preis für Öl der Nordsee-Sorte Brent am Montag in London um knapp zwei Prozent auf 70,40 Dollar pro Barrel gestiegen war. Nippon Mining gewannen 2,4 Prozent, Nippon Oil 3,8 Prozent.

An den Devisenmärkten kletterte der Euro zum Yen bis auf 164,51 Yen, da Anleger weiter in Währungen Regionen mit höheren Zinsen gingen. Im späten US-Handel war der Euro noch mit 164,20 Yen bewertet worden. Auch zu anderen Währungen fiel der Yen. So lag er zum Dollar mit 1,2194 nahe dem tiefsten Stand seit Ende 2002. Der Euro notierte zum Dollar mit 1,3495 Dollar, nach 1,3491 in den USA. Händler erwarten, dass der Dollar zum Euro im Wochenverlauf weiter nachgibt, da mit einer Zinsanhebung der EZB am Mittwoch auf 4,0 Prozent gerechnet wird.

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