Asiatischer Aktienhandel
Nikkei testet die 17 000-Punkte-Marke

Am japanischen Aktienmarkt haben am Mittwoch vor allem Exportwerte für einen positiven Trend gesorgt. Dank eines schwächeren Yen legten Titel wie Honda Motor Co. Ltd. deutlich zu und gaben dem Nikkei-Index einen Impuls nach oben.

HB TOKIO. Der Nikkei-225-Index stieg um 1,40 Prozent auf 17 011,04 Zählern und schloss erstmals seit mehr als sieben Monaten wieder über der 17 000-Punkte-Marke. Der breit gefasste Topix legte 1,31 Prozent auf 1 667,01 Zähler zu.

Nach dem Kurssturz vom Vortag erholte sich auch der thailändische Aktienmarkt deutlich und konnte die Verluste teilweise wieder wettmachen. Die Regierung in Bangkok hatte die erst zuvor verkündeten Regelungen für ausländische Investoren auf dem thailändischen Aktienmarkt wieder zurückgenommen.

Auch die Indizes in Hongkong, Taiwan, Singapur und Südkorea verzeichneten Gewinne.

„Die Sorgen wegen Thailand, die die regionalen Märkte gestern erfasst haben, sind zurückgegangen“, sagte Analyst Lee Woo Hyun von Kyobo Securities in Seoul. Der thailändische Aktienindex lag mehr als zehn Prozent im Plus, nachdem er am Vortag noch einen Kurssturz von fast 15 Prozent verzeichnet hatte.

Auf den Verkaufslisten der Anleger in Tokio standen erneut Aktien des Brokerhauses Nikko Cordial Corp. Die Behörden werfen dem Unternehmen vor, einen Gewinn von 156 Millionen Dollar unkorrekt verbucht zu haben. Nikko droht damit eine Strafe von vier Millionen Dollar und könnte von der Tokioter Börse genommen werden. Nach einem Minus von 14 Prozent am Dienstag setzte Nikko am Mittwoch seinen Abwärtstrend fort und rutschte weitere fünf Prozent ab.

Der Euro legte im fernöstlichen Devisenhandel zu. Er stieg zum Dollar und erreichte gegenüber dem Yen sogar ein Rekordhoch. Hintergrund ist die unerwartet optimistische Stimmung in der deutschen Wirtschaft, die im jüngsten Ifo-Geschäftsklimaindex deutlich wurde. Damit stieg zugleich die Erwartung weiter steigender Zinsen im Euroraum. Anleger schauten daher mit Spannung auf die Äußerungen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet, der am Mittwoch vor dem Europäischen Parlament sprechen wird.

Der Euro wurde in Tokio mit 1,3221 Dollar gehandelt. In japanischer Währung kostete der Dollar 118,17 Yen. Für den Euro wurden 156,28 Yen gezahlt.

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