Asiatischer Aktienhandel
Nikkei verliert fast zwei Prozent

Die Börsen in Fernost haben am Donnerstag überwiegend deutlich schwächer notiert. Händler machten Gewinnmitnahmen für die Kursverluste verantwortlich, denn die Märkte außerhalb Japans haben seit Anfang April knapp 30 Prozent zugelegt.

HB TOKIO/HONGKONG. Angeführt von der Hongkonger Börse sind die Asien-Börsen auf dem besten Weg, im laufenden Quartal die größten Gewinne seit 16 Jahren zu verbuchen. Gegen den Trend entwickelte sich dagegen der Leitindex in Shanghai. Bei den dortigen Anlegern wächst die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung in China. Ein Grund ist, dass sich auch die Weltbank in Hinblick auf die Volksrepublik optimistischer zeigt: Sie erhöhte die Prognose für das chinesische Wirtschaftswachstum auf 7,2 Prozent von 6,5 Prozent.

In Tokio schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte bei 9 703 Zählern, einem Minus von 1,4 Prozent. Der Leitindex entfernte sich damit weiter von seinem vergangene Woche erreichten Acht-Monats-Hoch. Der breiter gefasste Topix-Index beendete den Handel mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 911 Zählern. Schwächer notierten auch die Aktienmärkte in Seoul, Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur. Die Börse in Shanghai verzeichnete ein Plus von 1,1 Prozent.

In Tokio folgten Bankenaktien den Papieren ihrer US-Konkurrenten ins Minus. Anteilscheine von Mizuho Financial gaben knapp vier Prozent nach. Die Papiere von Mitsubishi UFJ Financial büßten knapp zwei Prozent ein. Verkauft wurden auch Exportwerte, die unter einem Anstieg des japanischen Yen zum Dollar litten. Aktien von Honda verbilligten sich um 2,6 Prozent, die von Canon um 3,1 Prozent.

Die US-Märkte hatten am Vorabend kaum verändert geschlossen. Allein die Technologiewerte verbuchten dank positiver Analystenkommentare nennenswerte Gewinne. Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent tiefer bei 8497 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor ebenfalls 0,1 Prozent auf 910 Stellen. Dagegen verbuchten die Technologiewerte im Nasdaq-Composite ein Plus von 0,7 Prozent auf 1808 Stellen.

Der Euro notierte im asiatischen Devisenhandel zum Dollar bei 1,3953 Dollar. Zum Yen handelte die Gemeinschaftswährung bei 133,63 Yen. Der Dollar tendierte gegenüber dem Yen bei 95,77 Yen.

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