Asiatischer Aktienhandel
Sorge um US-Wirtschaft lastet auf asiatischen Börsen

Sorgen um die Aussichten für die US-Wirtschaft haben den meisten asiatischen Aktienmärkten am Freitag Verluste beschert. Hintergrund sind Äußerungen von Countrywide, die Probleme am Immobilien- und Kreditmarkt könnte die weltgrößte Volkswirtschaft in eine Rezession treiben.

HB TOKIO/HONGKONG. Einzig der wichtigste chinesische Aktienindex in Shanghai widerstand dem Trend und lag im Plus. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,41 Prozent auf 16 248 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,37 Prozent auf 1 585 Zähler. Verluste gab es auch an den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur.

Damit folgten diese den Vorgaben der Wall Street vom Donnerstag. Die US-Börsen waren von einer Warnung der Hypothekenbank Countrywide vor einer Rezession wegen der Krise am Immobilienmarkt belastet worden. Das Marktumfeld werde „sicherlich nicht besser“, sagte Countrywide-Chef Angelo Mozilo. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab daraufhin anfängliche Gewinne ab und schloss unverändert bei 13 235 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,11 Prozent auf 1462 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,43 Prozent auf 2541 Punkte nach.

In Asien wurden der Trend zu Verlusten von Finanzfirmen und exportorientierten Unternehmen angeführt. Die Aktie des japanischen Finanzkonzerns Resona gab 0,83 Prozent nach, die der Sumitomo Mitsui Financial Group 0,64 Prozent. Im Minus lagen auch zuletzt zu den Gewinnern gehörende Handelskonzerne wie Marubeni, dessen Papier 2,11 Prozent verlor.

Der chinesische Leitindex lag 1,06 Prozent im Plus bei 5085 Punkten. Beflügelte wurde er von der positiven Berichterstattung der staatlichen Medien über das erstmalige Überschreiten der Marke von 5000 Punkten am Vortag. Vor wenigen Monaten hatte die Regierung noch vor einer Überhitzung des Markts gewarnt. Auftrieb gaben der Börse von Shanghai auch die Gewinnsprünge der Großbanken ICBC und Bank of China. Damit ignorierten die chinesischen Anleger weitgehend die Nachricht, dass die Bank of China mit fast neun Mrd. Dollar am krisengeschüttelten US-Markt für nachrangige Hypothekenkredite engagiert ist. In Hongkong gab das Papier des Geldinstituts dagegen 6,36 Prozent nach.

Der Euro kostete in Fernost 1,3564 Dollar nach 1,3568 Dollar im späten US-Handel. Zur japanischen Währung notierte er mit 157,27 Yen nach 157,94 Yen in den USA. Der Dollar wurde für 115,93 Yen nach 116,32 Yen im späten US-Geschäft gehandelt.

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