Asiatsische Aktienmärkte
Börse Hongkong erholt sich im späten Handel

Mit schwacher Tendenz, aber deutlich erholt von den Tagestiefs haben die Aktienkurse am Freitag in Hongkong den Handel beendet. Der Hang-Seng-Index (HSI) schloss beim Stand von 20 387 Punkten und damit 1,4 Prozent oder 285 Punkte niedriger als am Donnerstag. In der Spitze hatte der Index jedoch sechs Prozent eingebüßt, ehe im späten Handel eine Gegenbewegung einsetzte.

HB HONGKONG. Das Umsatzvolumen war mit 115,88 (Donnerstag: 104,94) Mrd. Hognkong-Dollar ungewöhnlich hoch. Händler erklärten die zunächst massiven Verkäufe mit der Aufwertung des Yen. Diese hatte an der Tokioter Börse den Leitindex Nikkei-225 um 5,4 Prozent niedriger schließen lassen. Die Aufwertung der japanischen Währung sei ein Zeichen dafür, dass Hedgefonds Yen-Zinsdifferenzgeschäfte (Carry Trades) auflösten, hieß es aus dem Handel.

Der Ausverkauf habe auch Aktien getroffen, die in Hongkong mit geliehenen Yen gekauft worden seien. Vor allem Hedgefonds hätten verkauft, weil sie dringend liquide Mittel brauchten, um ihre Investoren auszahlen zu können. Die Erholung im späten Handel schrieben Marktteilnehmer nicht allein Privatanlegern zu. Vermutlich seien „traditionelle“ Fonds, zum Beispiel Pensionsfonds, wieder eingestiegen.

Gestützt wurde der HSI von Indexschwergewicht China Mobile. Die Geschäftszahlen des Mobilfunkanbieters wurden von Analysten als solide eingestuft. Die Titel legten um 0,2 Prozent zu. Die Papiere der HSBC, ebenfalls ein Schwergewicht, verloren 0,2 Prozent. Die Analysten der UBS hatten sich positiv zu HSBC geäußert.

Die Papiere des Börsenbetreibers HKEx gaben um 3,5 Prozent nach. Auf der Aktie lastete seit Tagen die Angst, dass die Krise an den internationalen Finanzmärkten die Ertragslage der HKEx schwächen könnte.

Cheung Kong Infrastructure schlossen unverändert. J.P. Morgan hatte die Titel auf „Overweight“ von „Neutral“ hochgestuft. CNOOC büßten 2,6 Prozent ein. Hintergrund war der jüngste Rückgang des Ölpreises, wie es hieß.

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