Asien-Börsen: Der Nikkei verteidigt ein kleines Plus

Asien-Börsen
Der Nikkei verteidigt ein kleines Plus

Die Unsicherheit über die Atomkatastrophe verunsichert die Anleger weiterhin. Außerdem warten sie die wichtigen Arbeitsmarktzahlen aus den USA ab.
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Tokio/HongkongDie Börse in Tokio hat am Freitag keine klare Richtung gefunden.

Im frühen Handel hatten die Aktien zunächst etwas zugelegt und dabei den höchsten Stand seit zwei Wochen erreicht, dann ging es vorübergehend abwärts, im späten Handel schwang sich der Nikkei wieder zu einem kleinen Plus von 0,12 Prozent auf 9.767 Punkte auf. Anleger wollten vor dem Wochenende jedoch wegen der Ungewissheit über die Entwicklung der Atom-Katastrophe keine großen Risiken eingehen, hieß es. Zudem warteten viele Investoren die als besonders wichtig geltenden monatlichen US-Arbeitsmarktdaten ab.Auch an den übrigen asiatischen Börsen hielten sich die Kursveränderungen in engen Grenzen. In Hongkong legt der Hang-Seng-Index um 0,16 Prozent auf 23.566 Punkte zu.

Die Aktien des Betreibers des Unglücks-AKW Fukushima, Tepco, nahmen ihre Talfahrt erneut auf und stürzten um knapp zehn Prozent ab. Die japanische Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge die Kontrolle über Tepco übernehmen und bereitet hierzu eine Geldspritze vor. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass die Regierung dabei einen Anteil von mehr als 50 Prozent an Tokyo Electric Power erwerbe, hieß es in einem Bericht der Zeitung „Mainichi“. Der Börsenwert des Versorgers ist seit dem Unglück um rund 80 Prozent gefallen.

Tankan ohne Wirkung
Kaum Auswirkung auf den Aktienmarkt zeigte letztlich der Tankan-Konjunkturbericht. Dem zufolge hat sich die Stimmung in Japans Wirtschaft hat sich bis zur Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe verbessert. Der unter gewöhnlichen Umständen an den Finanzmärkten genau verfolgte Index kletterte nach Angaben der Notenbank vom Freitag im März auf sechs Punkte von fünf Punkten im Dezember. Da die meisten Unternehmen die vierteljährliche Umfrage jedoch vor dem Beben beantworteten, wurde die Aussagekraft diesmal als eher gering eingestuft. Volkswirte gehen von einem Einbruch des Vertrauens in Folge der Katastrophen aus. Japans Notenbank kündigte deshalb an, am Montag Referenzdaten für die Stimmungslage vor und nach dem Beben zu veröffentlichen. Diese Daten sind nach Einschätzung von Fachleuten deutlich bedeutsamer als die jetzt vorgelegten Umfrage-Ergebnisse.

Euro zum Yen auf Zehn-Monats-Hoch

Der Euro hat am Freitag im fernöstlichen Handel gegenüber dem Yen den höchsten Stand seit zehn Monaten erreicht. Händler begründeten die Schwäche der japanischen Währung erneut mit der Aussicht auf langfristig niedrige Zinsen in Japan. Ein Euro kostete 118,33 Yen, ein Dollar 83,55 Yen. Zum Dollar notierte der Euro kaum verändert. Er kostete 1,4160 Dollar nach einem New Yorker Schlusskurs von 1,4169 Dollar. Der Schweizer Franken notierte bei 0,9199 Franken je Dollar und 1,3027 Franken je Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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