Asien-Börsen
Kräftiges Plus – Nikkei schließt über 10 000 Punkten

An Asiens Börsen ging es heute nach verhaltenem Auftakt stetig bergauf. In Japan bringt ein positiver Medienbericht die Versicherungen ins Plus. In China klettern die Aktien von Öl- und Metall-Konzernen. Zum ersten mal seit fünf Monaten klettert der Nikkei wieder über die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Zählern.
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HB TOKIO/HONGKONG. Der Nikkei-225 an der Börse in Tokio ist am Donnerstag erstmals seit Juni 2010 wieder über die Marke von 10.000 Indexpunkten geklettert. Laut Händlern wurde der Markt durch die Stabilisierung des Yen sowie positiven Vorgaben anderer asiatischer Börsenplätze beflügelt. Der Index für 225 führende Werte notierte am Ende ein starkes Plus von 201,97 Punkten oder 2,06 Prozent bei 10 013,63 Punkten. Der breit gefasste Topix legte deutlich um 18,51 Punkte oder 2,18 Prozent auf 868,81 Zähler zu, hier gab es neunmal so viele Kursgewinner wie Verlierer. In Hongkong verbuchte der Hang-Seng-Index ein Plus von 1,3 Prozent auf 23.530 Punkte.



An den Aktienmärkten in Asien ist die Stimmung aber unentschieden. Während die Werte in Japan von täglicher Wechselstimmung getragen werden, herrscht in China nach Angst vor politisichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation nun Zufriedenheit zumindest bei Öl- und Metallproduzenten über diese Pläne.

Die Aufwärtsbewegung wird angeführt von den Versicherungsunternehmen und Banken. Besonders ausländische Fonds kauften japanische Aktien, sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securities. Dies stehe im Gegensatz zu dem bisherigen Jahr. Zu den Gewinnern gehörten TDK-Aktien mit einem Plus von 1,33 Prozent. Auch Titel des Finanzinstituts Mitsubishi UFJ Financial legten um 2,78 Prozent zu.

Die Versicherungstitel kletterten leicht nach einem Bericht, dass MS&AD Insurance Group Holdings Aktien im Wert von 300 Mrd. Yen dem Markt anbieten will. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei.

MS&AD verzeichnete daraufhin ein Plus von 1,7 Prozent am Morgen in Tokio. Showa Denko K.K.legte um 3,8 Prozent zu, nachdem UBS AG ihre Investmentempfehlung auf "kaufen" heraufsetzte.

Unter den Verlierern am morgen war Toyota. Der weltgrößte Autobauer verlor 0,5 Prozent nach Bekanntgabe, dass er seine Produktion des Bestsellers Prius-Hybrid um die Hälfte herunterfahren muss aufgrund schwacher Nachfrage.

In China erholte sich die Börse von einem ersten Rutsch und profitierte von Plänen der Regierung, die Preise künstlich zudrücken, um die Inflation zu bekämpfen. Das hob die Werte von Öl- und Metallproduzenten merklich an. Der Shanghai Composite Index, der die größeren Unternehmen versammelt, kletterte um 29,5 Punkte oder einen Prozent auf 2.868 Punkte. Der CSI 300 Index zog um 1,4 Prozent an auf 3.147 Punkte.

Preiskürzungen würden erfolgen bei den “wichtigen Produkten des täglichen Bedarfs”, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg die Website der Staatsversammlung.

Der Dollar wurde am Nachmittag leichter mit 83,21-24 Yen gehandelt nach 83,41-43 Yen am späten Vortag. Der Euro notierte zum Yen fester bei 113,14-17 Yen nach 112,46-50 Yen am Vortag. Zum Dollar lag er bei 1,3595-98 Dollar nach 1,3482-84 Dollar am Vortag.

Mit Unterstützung fester asiatischer Aktienmärkte dürfte der Dax am Donnerstag etwas höher in den Handel starten. Banken und Brokerhäuser sahen den Leitindex zur Eröffnung bis zu 0,6 Prozent über seinem Vortagesschluss von 6.700 Zählern steigen.

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