Asien-Börsen
Nikkei schließt 1,4 Prozent schwächer

Die Fernost-Börsen haben überwiegend Verluste hinnehmen müssen. Die Sorgen um die Kreditwürdigkeit der tief in der Wirtschaftskrise steckenden Länder Spanien und Griechenland sowie die Turbulenzen im ehemaligen Boom-Emirat Dubai verschrecken zurzeit die Anleger. Auch die Börse in Dubai stürzt weiter ab.
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HB TOKIO. In Japan lastete heute ein stärkerer Yen auf Exportwerten wie Honda und Toyota. Beim Rivalen Suzuki erklärten Händler die Verluste von fast sieben Prozent auch mit Gewinnmitnahmen. Europas größter Autokonzern Volkswagen hatte am Mittwoch nach Tokioter Börsenschluss eine Allianz mit dem Kleinwagenspezialisten bekanntgegeben. Im Vorfeld des Deals hatten Erwartungen den Preis für Suzuki-Papiere bereits in die Höhe getrieben.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 1,4 Prozent im Minus bei 9 862 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 1,3 Prozent auf 873 Punkte. Die Börse in Taiwan gab 1,5 Prozent nach und auch die Aktienmärkte in Hongkong und Singapur notierten leichter. Die Börse in Korea konnte dagegen Gewinne verbuchen, Schanghai blieb unverändert.

"Kreditsorgen in Spanien und Dubai dämpfen den Appetit der Anleger auf Aktien", sagte Soichiro Monji von Daiwa SB Investments. Spanien steckt nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's länger und tiefer in der Krise als andere Länder. Der starre Arbeitsmarkt und die hohe Verschuldung des privaten Sektors dürften die Wirtschaftsleistung auf längere Zeit dämpfen, teilte die Agentur am Mittwoch mit und senkte den Ausblick für das spanische Rating auf "negativ". Damit drohe in den nächsten zwei Jahren eine Herabstufung.

Die Börse in Dubai gab zwischenzeitlich um knapp fünf Prozent nach, erholte sich dann aber etwas auf minus drei Prozent. Bereits am Mittwoch hatte der staatliche Bauherr der berühmten Palmeninsel in Dubai mit einem Milliardenverlust an der Börse des Emirats neue Panikverkäufe ausgelöst.

In Tokio gaben unter dem Druck des stärkeren Yen Honda-Papiere 1,5 und Toyota-Aktien 1,6 Prozent nach. Die Anteilsscheine von Suzuki verloren 6,6 Prozent. Auf der Gewinnerseite standen dagegen die Papiere von Sanyo Electric mit einem Plus von 10,7 Prozent. Die Anleger honorierten hier die Verbindung mit Panasonic, von der sie sich weitreichende Synergien versprechen.

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