Asien-Börsen
Nikkei schließt trotz nervöser Stimmung im Plus

Tokios Aktienbörse hat am Freitag leicht im Plus geschlossen. Ein Grund war die Deckung von Verkaufspositionen vor dem Wochenende. Händler sprachen dennoch von einer nervösen Stimmung auf dem Parkett. Die Angst vor einem Währungskrieg ist nicht aus der Welt.
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HB TOKIO. Die japanische Börse hat am Freitag von positiven Vorgaben der Wall Street profitiert. Der Nikkei für 225 führende Werte legte um 0,54 Prozent auf 9.426,71 Punkte zu, der breiter gefasste Topix stieg um 0,55 Prozent auf 824,88 Punkte. Über die gesamte Woche gesehen verlor der Nikkei damit 0,77 Prozent.

Im Plus lagen vor allem Bankwerte und die Papiere exportorientierter Unternehmen.

Der MSCI Asia Pacific Index legte um 0,5 Prozent zu auf 130,33 Punkte. In Südkorea stieg der Kospi Index um 1,1 Prozent. Der australische S&P/ASX 200 Index legte um 0,4 Prozent zu, in Neuseeland stieg der NZX 50 Index um 0,8 Prozent.

Zu den großen Kursgewinnern zählten LG Display, die in Seoul um 4,6 Prozent stiegen und die indische Tata Consultancy Services mit einem Plus von 4,8 Prozent. Brambles, weltgrößter Anbieter von hölzernen Transportpaletten, legte in Sidney um drei Prozent zu. In Tokio stieg die Canon-Aktie um 2,3 Prozent.

Der Blick vieler Anleger war auf die Entwicklung des Yen und die Tagung der G20-Finanzminister in Südkorea gerichtet. Die Stimmung war entsprechend nervös und das Handelsvolumen dünn. Niemand wollte vor dem Ende des G20-Treffens große Positionen eingehen.

Bei dem Treffen dürfte auch der drohende Währungskrieg auf der Tagesordnung stehen. Die USA werfen China vor, im Interesse seiner Exportwirtschaft seine Landeswährung Yuan künstlich niedrig zu halten. Andererseits hat auch der Dollar gegenüber Yen und Euro stark an Wert verloren, worunter besonders die Exportwirtschaft Japans leidet. Experten warnen inzwischen vor einem Abwertungswettlauf, der zu einer neuen Wirtschaftskrise führen könnte.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar um 15.00 Uhr (Ortszeit) mit 81,12-15 Yen, etwas höher als die 81,09-10 Yen am Vortag. Der Euro kostete 1,3957-3960 Dollar und 113,24-28 Yen, nach 113,26-30 Yen tags zuvor.

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