Asien-Börsen
Nikkei trotzt schwachen Wirtschaftsprognosen

Der Tokioter Aktienmarkt hat sich heute nur wenig verändert präsentiert. Die Aktienbörse trotzte damit der sich eingetrübten Wirtschaftserwartung in Japan.
  • 0

HB TOKIO/HONGKONG. Die Aktienmärkte in Fernost haben sich am Mittwoch uneinheitlich gezeigt. Hoffnung auf ein Anziehen der US-Wirtschaft machten Händlern die höher als erwartet ausgefallenen Einnahmen der amerikanischen Einzelhändler. Allerdings erklärte die US-Notenbank Fed am Dienstag, die Wirtschafterholung sei immer noch zu langsam, um die hohe Arbeitslosenquote spürbar zu senken. Die Fed will die lahmende Wirtschaft auch im kommenden Jahr mit kräftigen Geldspritzen stützen. Analysten sagten, die Fed-Ankündigung sowie die Konjunkturdaten sorgten für einen gewissen Optimismus. Gewinnmitnahmen hielten die Gewinne jedoch in Grenzen.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte beendete den Handel bei 10.309 Punkten mit einem minimalen Verlust von sieben Punkten oder 0,07 Prozent. Der breiter gefasste Topix-Index zeigte sich ebenfalls fast unverändert bei 902 Punkten. Die Börsen in Taiwan und Korea legten zu. Der Markt in Australien zeigte sich unverändert. Die Börsen in Hongkong, Shanghai und Singapur verloren.

Die Aktienbörse in Tokio trotzte einem trüberen Wirtschaftsausblick für Japan. Der Tankan-Konjunkturbericht der Notenbank zeigt die erste Verschlechterung seit knapp zwei Jahren. Händler erklärten, dass die Abschwächung erwartet worden sei. Zudem zeigten sich Unternehmen zu Jahresende traditionell vorsichtig, was die Geschäftserwartungen betreffe.

Der japanischen Otsuka Holdings gelang der weltweit größte Börsengang in der Pharmabranche. Die Aktien des Unternehmens schlossen bei ihrem Handelsdebüt an der Tokioter Börse mit 2140 Yen. Die Dividendenpapiere waren mit 2100 Yen je Titel am unteren Ende der Preisspanne ausgegeben worden. Der Börsengang kam auf ein Gesamtvolumen von umgerechnet rund zwei Milliarden Euro. Spitzenreiter in der Branche war bislang die deutsche Firma Merck KGaA, die 1995 etwa 1,3 Milliarden Euro einsammelte.

Im asiatischen Devisenhandel geriet der Euro unter Druck, nachdem die Ratingagentur Moody's mitgeteilt hatte, die Bonität des hoch verschuldeten Spaniens auf eine Herabstufung zu prüfen. Der Kurs der Gemeinschaftswährung zum Dollar fiel auf 1,3314 Dollar von etwa 1,3340 Dollar vor der Moody's-Mitteilung. Die US-Devise erholte sich von seinem Wochentief und notierte zur asiatischen Leitwährung mit 83,81 nahe dem Wert am Dienstag zum Schluss der New Yorker Börse. Händler führten dies vor allem auf ermutigende US-Konjunkturdaten zurück. Zum Yen wurde der Euro mit 111,50 Yen gehandelt.

Kommentare zu " Asien-Börsen: Nikkei trotzt schwachen Wirtschaftsprognosen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%