Asien-Börsen: Positiver Wochenauftakt in Tokio

Asien-Börsen
Positiver Wochenauftakt in Tokio

Die Aktienkurse haben sich Montag in Japan und China nur vorsichtig vorangetastet. Die Investoren warten noch auf konkrete Vorgaben wie etwa positive Quartalszahlen wichtiger Unternehmen.
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Peking/Tokio/HongkongDie Börsen in Tokio sind mit leichten Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte legte bis Handelsende 0,69 Prozent auf 10.345 Punkte zu und baute damit seine frühen Kursgewinne leicht aus. Der breiter gefasste Topix gewann ebenfalls um 0,69 Prozent auf 917 Punkte.

Während der Markt in Tokio leicht nach oben tendierte, fielen die Kurse in China eher. "Die Anleger warten auf weitere Bilanzzahlen. Außerdem wollen sie vor wichtigen Ereignissen wie der Offenmarktsitzung in den USA keine größeren Positionen eingehen", sagt Analyst Kenji Shiomura von Daiwa Securities in Tokio. Auch andere Experten gingen aber davon aus, dass viele Anleger sich noch zurückhalten und vor den anstehenden wichtigen Notenbank-Entscheidungen dieser Woche keine großen Positionen eingehen wollen. Am Dienstag und Mittwoch tagt in den USA der zinsbestimmende Offenmarktausschuss der Zentralbank Fed. In Japan tagt noch bis Dienstag die Zentralbank.

Anleger kauften vor allem Rohstoff- und Exportwerte, die in der vergangene Woche nachgegeben hatten und somit günstige Kurse für den Wiedereinstieg boten. "Was wir hier sehen, ist eine Erholung von den heftigen Verlusten der Vorwoche", sagt Hiroichi Nishi von Nikko Cordial Securities.

In China gab der wichtige Index Shanghai Composite um 0,5 Prozent nach. Sorge um die Entwicklung des Automarkts nach der Einführung von Zulassungsbeschränkungen und einer strafferen Geldpolitik der Zentralbank belasteten den Autohersteller BYD, der 1,6 Prozent verlor. Auch der Haushaltsgerätehersteller Haier litt unter dem Szenario, dass sich Chinas Konsumenten womöglich im Jahresverlauf weniger leisten können. Die Aktie verlor zwei Prozent.

Die vorsichtige Grundstimmung schlug auch auf die Märkte Hongkong und Seoul. Der Hongkonger Index Hang Seng ging 0,3 Prozent herunter, das koreanische Börsenbarometer fiel 0,15 Prozent.

Am Devisenmarkt wurde der Dollar am Nachmittag (Ortszeit) mit 82,76 - 79 Yen gehandelt, nahezu unverändert gegenüber Freitag (82,77- 78 Yen). Der Euro legte zu und kostete 1,3593-3596 Dollar, nach 1,3516 - 3517 Dollar, beziehungsweise 112,51 - 55 Yen, nach 110,87 - 91 Yen am Freitag.

Finn-Robert Mayer-Kuckuk
Finn Mayer-Kuckuk
Handelsblatt / Korrespondent Peking
Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor

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