Asien-Börsen
Schnäppchenjäger greifen in Tokio zu

Die Aktienbörsen in Tokio haben am Dienstag deutlich zugelegt. Händler sagten, die Investoren würden vor allem bei Titeln zugreifen, die zuletzt unter Druck gestanden hätten. Zwar war das Handelsvolumen weiterhin gering, doch der Nikkei schloss auf einem Sieben-Monats-Hoch.
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HB TOKIO/HOHKONG. Die Börse in Tokio hat heute deutliche Kursgewinne verzeichnet. Der Nikkei-225-Index schloss mit plus 1,51 Prozent oder 154,12 Punkten bei 10 370,53 Zählern auf einem Sieben-Monats-Hoch. Der breiter gefasste Topix gewann 0,85 Prozent auf 906,21 Punkte.

Schnäppchenjäger hätten sich von der Erholung der chinesischen Börsen vom Vortagesrückschlag zu Käufen inspirieren lassen, sagten Händler. Positiv hätten auch die Aussagen des chinesischen Vizepremierministers Wang Qishan gewirkt, der eine Unterstützung der Europäischen Union bei den Stabilisierungsmaßnahmen zugesagt hat und zudem Hilfen für einige EU-Mitgliedsstaaten bei der Überwindung der Schuldenkrise.

Die Kommentare von Qishan haben Händlern zufolge vor allem Werte wie Maschinenbauer und Technologieaktien angetrieben, die empfindlich auf Bewegungen des Euro reagieren. Sony verteuerten sich um 2,73 Prozent auf 3 010 Yen, Kyocera legten 1,65 Prozent auf 8 650 Yen zu.

Der Euro hat sich an den Devisenmärkten in Fernost von seinem jüngstren Tief etwas erholt. Händler machten dafür Aussagen Chinas verantwortlich, wonach das Land die Bemühungen der EU zur Beruhigung der Finanzmärkte unterstütze.

Ein Euro wurde mit 1,3176 Dollar bewertet nach 1,3094 Dollar am Montag. Der Dollar wurde mit 83,66 Yen gehandelt, etwas tiefer als am Montagabend in den USA. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,2689 und zum Dollar mit 0,9627.

Am frühen Montagabend war der Euro zeitweilig wieder unter die Marke von 1,31 Dollar und damit auf ihr Niveau von Anfang Dezember gefallen. Händler begründeten dies mit Aussagen der Ratingagentur Moody's. Sie hatte erklärt, bei den Bonitätsnoten spanischer Banken aktiv zu werden, bevor sie das Rating für die Schulden des Königreichs überprüfe.

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