Asien-Börsen
Schnäppchenjäger grenzen Nikkei-Verluste ein

Die japanische Börse hat am Montag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei verbuchte Verluste, weil Export orientierte Unternehmen wie der Elektronikkonzern Panasonic unter einem stärkeren Yen litten.
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HB TOKIO/HONGKONG. Die asiatischen Aktienbörsen sind uneinheitlich in die Woche gestartet. Der japanische Nikkei-Leitindex schloss am Montag vor dem Hintergrund eines stärkeren Yens mit einem leichten Minus. Eine starke Währung verteuert die Produkte der exportabhängigen japanischen Wirtschaft auf dem Weltmarkt. An anderen asiatischen Börsen war die Stimmung positiver.

Der 225 Werte umfassende Nikkei schloss 0,1 Prozent niedriger bei 10.167 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um knapp 0,3 Prozent auf 881 Punkte. Die Börsen in Shanghai, Singapur, Taipeh und Hongkong verbuchten Gewinne, während der südkoreanische Kospi 0,2 Prozent abgab. Die Streitkräfte des Landes hatten zuvor mit einem Manöver auch nahe der Grenze zum verfeindeten Nordkorea begonnen. Das kommunistische Nordkorea hat mit Krieg gedroht.

Hintergrund der Yen-Erholung waren die überraschend schwachen Daten vom US-Arbeitsmarkt am Freitag. Analysten zufolge nutzten ausländische Fonds und japanische Anleger die Schwäche des Nikkeis, um Aktien zu kaufen. Damit hielten sich die Verluste in Grenzen. „Der Nikkei hat immer noch Raum nach oben“, sagte Takashi Ohba von Okasan Securities.

Marktteilnehmern zufolge könnten ausländische Fonds weiter japanische Aktien kaufen. Der Nikkei entwickelte sich schon im vergangenen Monat deutlich stärker als andere Märkte wie Hongkong, Shanghai oder New York.

Im Interesse der Anleger standen am Montag Aktien von Panasonic mit einem Minus von 1,2 Prozent. Auch TDK lagen im Minus, wenn auch nur mit 0,2 Prozent. Der Stahlhersteller JFE konnte dagegen um 2,1 Prozent zulegen. Das Unternehmen kündigte in der vergangenen Woche an, die Stahlpreise für Kunden wie Autohersteller oder Werften zu erhöhen.

In China fand der Börsengang des Maschinenbauers Changsha Zoomlion im Interesse der Anleger. Das Unternehmen will bei seiner Emission in Hongkong umgerechnet zwischen 1,57 und 2,13 Milliarden Dollar einnehmen.

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