Asien-Börsen
Schnäppchenjäger und Optimisten greifen zu

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch überwiegend Gewinne verbucht. Schnäppchenjäger verhalfen der japanischen Börse zu einem Plus. In Tokio herrschte zudem weiter Optimismus für das neue Börsenjahr, der allerdings durch unterwartet schwache US-Konjunkturdaten getrübt wurde.
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HB TOKIO/HONGKONG. Die Nachrichtenlage ist zum Jahresende hin dünn und die Börsenumsätze sind gering, doch die Stimmung an den Märkten wird von Optimismus getragen. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index heute 0,5 Prozent im Plus bei 10.344 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,6 Prozent auf 908 Punkte. Auch die Börsen in Korea, Singapur und Shanghai verbuchten Gewinne. In Hongkong ging es mit einem Plus von mehr als einem Prozent besonders deutlich nach oben. Der Aktienmarkt in Taiwan trat auf der Stelle.

Zwar fehlten dem Markt entscheidende Impulse und damit die klare Richtung, doch der höhere Ölpreis kam Rohstoffwerten vor allem in Hongkong zugute.

Der Tokioter Börse werden einer Reuters-Umfrage zufolge im kommenden Jahr Gewinne von rund 17 Prozent zugetraut. Diese Zuversicht speist sich aus dem Konjunkturschwung in den Schwellenländern sowie die Erholung der US-Wirtschaft. Allerdings trübte sich das Konsumklima in den USA im Dezember überraschend ein, was schon am Dienstag auf der Wall Street lastete. Zudem gingen die Preise für Einfamilienhäuser im Oktober unerwartet deutlich in den Keller.

„Es gibt aber keinen Grund, japanische Aktien zu verkaufen“, sagte Mitsushige Akino von Ichiyoshi Investment Management. „Der Markt sieht weiter gut aus.“ Doch die wiedergewonnene Stärke der japanischen Währung mache den Markt nervös, sagte Hiroaki Kuramochi von Tokai Tokyo Securities. Dies belastete die Aktien von Exportunternehmen wie Canon, die 0,5 Prozent nachgaben.

Der hohe Ölpreis trieb Papiere von Handels- und Energieunternehmen an. Die Aktie von Inpex Corp stieg in Japan um 0,3 Prozent. In Hongkong war die China Petroleum & Chemical Corp gefragt: Die Aktien verteuerten sich um 1,8 Prozent.

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