Asien-Börsen
Starker Yen bremst den Nikkei aus

Die Börsen in Fernost haben am Donnerstag Kursverluste verzeichnet. In Tokio gerieten Exporttitel wegen eines stärkeren Yen unter Druck, der zum Dollar zwischenzeitlich auf ein 14-Jahres-Hoch stieg. Zu den Gewinnern am Aktienmarkt zählten nach dem neuerlichen Rekordhoch beim Goldpreis aber die Metallwerte.
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HB TOKIO/HONGKONG. An der Tokioter Börse schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index heute um 0,6 Prozent schwächer bei 9 383 Punkten - und damit auf dem tiefsten Stand seit vier Monaten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,6 Prozent auf 829 Zähler. Die Börse in Shanghai gab 3,6 Prozent nach. Auch die Märkte in Australien, Südkorea, Taiwan, Singapur und Hongkong notierten tiefer.

Der Markt in Tokio leide unter dem doppelten Problem eines starken Yen und der Einschätzung der Regierung, wonach das Land erneut in einer Deflationsphase stecke, sagte ein Analyst. Die Deflation könne die Unternehmen schließlich dazu bringen, ihre Gewinnprognosen zu senken, da die niedrigeren Preise die Konzernumsätze deckeln und die Rentabilität drücken würden. Bei den Exportwerten büßten die Titel von Toyota und von Sony bis zu zwei Prozent ein.

Die Aktien von Asahi Glass brachen rund acht Prozent ein, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, mit der Ausgabe von Wandelanleihen bis zu 1,1 Milliarden Dollar einsammeln zu wollen. Der Konzern plant den Ausbau seiner Kapazitäten im Geschäft mit Flachbildschirm-Glas und Solarpanel-Materialien.

Gold wurde im Spotmarkt sowie auf dem Terminmarkt für bis zu 1195 Dollar je Feinunze gehandelt und damit auf neuen Höchstständen. Die Aktie des Bergbaukonzerns Sumitomo Metal Mining gewann 1,7 Prozent.

In Schanghai zählten vor allem Finanztitel zu den Verlierern. Anleger sorgten sich, dass die Regierung Schritte gegen eine Überhitzung des Aktien- und Immobilienmarkts einleiten könnte. Die Aktie der Industrial & Commercial Bank of China fiel um 2,4 Prozent.

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