Asien-Märkte
Nikkei baut im Späthandel Verluste aus

Unter dem Eindruck der andauernden Sorgen um das Unglücks-AKW Fukushima hat der Nikkei-Index in Tokio am Montag Verluste verbucht.
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Tokio/HongkongDer Nikkei startet mit Verlusten in die Handelswoche. Die Tepco-Aktie stürzt ab.

Der japanische Leitindex, der im frühen Handel nur 0,4 Prozent im Minus bei 9.500 Zählern notiert hatte, fiel im späten Handel deutlich unter diese Marke und verbuchte zuletzt Verluste von 1,23 Prozent aud 9.413 Zähler. Der breiter gefasste Topix gab nur rund ein halbes Prozent nach.

Analysten sagten, der japanische Markt sei weiter überverkauft. Der Nikkei blieb rund sechs Prozent unter dem Handelsdurchschnitt der vergangenen 25 Tage. Vor den Konzernbilanzen am Ende des Fiskaljahres könnte der Handel ohne klare Richtung laufen, prognostizierte Hajime Nakajima von Cosmo Securities.

Einen regelrechten Einbruch erlebte die Aktie des Fukushima-Betreibers Tepco mit einem Minus von 14 Prozent. Tepco hatte mit falschen Messwerten im In- und Ausland die Angst vor einem Super-Gau weiter geschürt. Der Energiekonzern nahm am Sonntagabend Angaben über einen dramatischen Anstieg der radioaktiven Strahlung in Reaktor zwei wieder zurück, die zuvor die Unsicherheit über das Ausmaß der Atomkatastrophe wachsen ließen.

Noch größer waren die Kursverluste beim Energieversorger Tokyo Electric Power, dessen Aktien 15 Prozent abstürzten und auf den niedrigsten Stand seit 1977 fielen.

Zu den Gewinnern zählten Papiere von Tokyo Gas mit einem Plus von 2,8 Prozent. Der Energiekonzern hatte seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr angehoben.

Händler zeigten sich trotz der Kursverluste in Japan zuversichtlich, dass ausländische Investoren aufgrund der gefallenen Kurse einsteigen und der Börse in den kommenden Tagen ins Plus verhelfen könnten.

In Hongkong notierte der Hang-Seng-Index mit minus 0,7 Prozent ebenfalls schwächer und knapp unter der Marke von 23.000 Punkten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Und ich dachte immer, Tepco wäre Tokyo Electric Power Corporation. Wieder was dazu gelernt !
    Wer schreibt so etwas eigentlich ?

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