Asiens Börsen
Gewinnmitnahmen belasten Börse Tokio leicht

Die Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. In Tokio notierten die Indizes vor allem wegen Gewinnmitnahmen im Minus. Händlern zufolge haben dort viele Anleger Sorgen vor einer Überhitzung des Marktes, nachdem dieser zuletzt deutlich im Höhenflug war.

HB SINGAPUR. Der Euro legte zum Dollar zu. Der Ölpreis rutschte wieder näher an die 66-Dollar-Marke heran, nachdem er am Vortag zeitweise noch ein Zweimonatshoch erreicht hatte.

In Tokio schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte um 0,23 Prozent schwächer bei 17 292 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 0,28 Prozent nach und lag bei 1 749 Zählern. Auch die Börsen in Singapur und Hongkong verbuchten Verluste, während die Aktienmärkte in Taiwan und Südkorea Kursaufschläge verzeichneten.

„Es ist nur natürlich für die Investoren, sich Gewinne zu sichern, nachdem der Markt Anzeichen einer Überhitzung gezeigt hat“, sagte Susumu Abe von Mito Securities mit Blick auf die Börse in Tokio. Vor allem die Titel der Autohersteller seien davon betroffen. Papiere von Honda Motor verloren beispielsweise um 0,5 Prozent, obwohl der Konzern gute US-Absatzzahlen vorgelegt hatte.

Dagegen waren zeitweise vor allem die Anteilsscheine der Banken und Immobilienfirmen gefragt. Händler führten das auf den am Vortag vorgelegten Tankan-Bericht zurück, der auf eine solide Entwicklung der japanischen Wirtschaft hindeutete. Aktien des Immobilienkonzerns Tokyo Tatemono verteuerten sich nach einem positiven Rating von Deiwa Research Institute um gut drei Prozent.

Auch Aktien des Elektronikkonzerns Nintendo, gelistet in Osaka, zogen das Interesse der Anleger auf sich. Sie zogen um 1,9 Prozent an. Das Unternehmen hatte seine Prognose für 2005/2006 angehoben und auf eine starke Nachfrage verwiesen.

Die US-Börsen waren am Montag uneinheitlich aus dem Handel gegangen: Der Leitindex Dow Jones legte um 0,32 Prozent auf 11 144 Stellen zu und der breiter gefasste S&P-500-Index um 0,23 Prozent auf 1 297 Zähler. Dagegen büßte der Index der Technologiebörse Nasdaq um 0,13 Prozent ein und schloss bei 2 336 Punkten. Händler machten für die Kursaufschläge der Standardwerte vor allem die positive Stimmung durch milliardenschwere Übernahmen verantwortlich.

Der Dollar litt im fernöstlichen Devisenhandel indes unter den schwächer als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten. Zudem gab es einen Zeitungsbericht, wonach ein hochrangiger chinesischer Politiker andeutete, die Volksrepublik könne den Kauf von in Dollar ausgegebenen Anleihen einstellen. Der Euro kostete 1,2149 Dollar, nach 1,2136 Dollar im späten New Yorker Handel. Auch zur japanischen Währung notierte der Dollar mit 117,64 Yen etwas schwächer.

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