Asiens Börsen profitieren von Fed-Entscheidung
Nikkei gewinnt fast zwei Prozent

Nachdem die US-Zentralbank die Zinsen unverändert gelassen hatte, legten die Börsen in Fernost kräftig zu. Die größten Gewinne erzielten Baukonzerne, Internetprovider und Versicherer. Der Dollar gab zum Yen weiter nach.

HB SINGAPUR. Die asiatischen Aktienbörsen haben im Sog der positiven US-Vorgaben am Mittwoch deutlich im Plus gelegen, nachdem die US-Zentralbank die Zinsen unverändert gelassen hatte.

Vor allem in Japan, wo viele Anleger von einer weiteren Erholung der Wirtschaft ausgingen, machte sich eine optimistische Stimmung breit. Insbesondere Bauunternehmen, Versicherer und andere auf den heimischen Markt konzentrierte Firmen profitierten davon.

Der Dollar sank in Fernost auf ein Drei-Wochen-Tief zur japanischen Währung und fiel auf 108,80 Yen. Hintergrund waren Spekulationen, dass Japan seine aggressiven Interventionen am Devisenmarkt einstellen könnte. Der Euro gab anfängliche Gewinne während des Handels wieder ab und notierte bei 1,2260 Dollar verglichen mit 1,2270 Dollar im späten New Yorker Handel

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An der Tokioter Börse schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,73 Prozent im Plus bei 11.436 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index erreichte ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch mit 1,85 Prozent im Plus bei 1141 Punkten.

„Investoren suchen auf ihrer Einkaufstour nach Nachzüglern im Inlandssektor“, sagte Tsuyoshi Nomaguchi von Daiwa Securities. „Hinter ihren Käufen steckt die Hoffnung auf eine weitere Reihe von erfreulichen Inlandsdaten in den kommenden Wochen.“ Unter anderem wird am 1. April der Tankan- Konjunkturbericht erwartet. Zu den größten Gewinnern gehörte der Baukonzern Kumagai Gumi, dessen Aktien um 16,57 Prozent zulegten. Taisai stiegen um 3,3 Prozent. Deutlich im Plus lagen auch die Titel des Breitband-Internetproviders Softbank Corp, die um 2,51 Prozent stiegen. Die Aktien des Versicherers Sompo JAPAN Insurance legten um 6,65 Prozent zu.

„Die jüngsten Anzeichen für eine Erholung bei der Binnennachfrage sorgen für Optimismus hinsichtlich Japans und japanischer Aktien“, sagte Nomaguchi. Auch die Indizes anderer asiatischer Börsen lagen im Plus.

Der Anstieg des Yen zum Dollar basierte nach Angaben von Händlern vor allem auf Äußerungen eines früheren ranghohen Finanzpolitikers, der von der Notwendigkeit sprach, dass Japan seine massive Interventionspolitik irgendwann beenden müsse. Als der Yen daraufhin seinen Höhenflug zum Dollar wieder aufnahmen, beeilte sich Vize-Finanzminister Zembei Mizoguchi zu versichern, dass Japan an seiner Währungspolitik festhalte. „Unsere Position zu den Wechselkursen ist unverändert“, sagte er und bezog sich auf die Äußerungen des G-7-Treffens von Florida. Dort hatten die Finanzminister festgestellt, dass eine extreme Volatilität des Devisenmarktes nicht erwünscht sei.

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