Aufschwung an den Börsen
JP Morgan rechnet mit höheren Kursen in Europa

Finanzexperten von JP Morgan erwarten einen Aufschwung an den Börsen in der Euro-Zone. Gewinnsteigerungen von Unternehmen und die weiterhin unterstützende Geldpolitik trieben demnach die Kurse nach oben.

FrankfurtDie Experten von JP Morgan Asset Management erwarten einen Aufschwung an den Börsen in der Euro-Zone. Ungeachtet der Sorgen um Griechenland und China habe der Wirtschaftsaufschwung im Sommer weiter Fuß fassen können und vor allem Peripherieländern wie Spanien zu großen Fortschritten verholfen, erklärte Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei JP Morgan Asset Management in Frankfurt.

„Wir denken, dass anhaltende Gewinnsteigerungen von Unternehmen, in Kombination mit der weiterhin unterstützenden Geldpolitik ein großes Aufwärtspotenzial für Aktienkurse bieten.“

Dies trifft dem Experten zufolge vor allem auf Sektoren zu, die auf den Binnenmarkt ausgerichtet seien und nun vom Aufschwung profitieren können. „Die hemmende Wirkung des starken Euro und der höheren Kreditkosten der letzten Jahre hat sich umgekehrt. Die günstigere Währung und niedrigere Fremdkapitalkosten stützen nun die Wirtschaft.“

In Europa lösen laut Galler die Peripherieländer wie Spanien oder Italien die Kernländer wie Deutschland als Hauptträger des Wachstums ab. Die Reformen in einigen südeuropäischen Staaten hätten das Interesse der Anleger an den peripheren Anlagemärkten gestärkt.

Mit Blick auf die anhaltende Ungewissheit über den Zeitpunkt der Zinswende in den USA sagte der JP-Morgan-Experte: „Das Tempo der Zinsschritte ist für langfristige Anleger ohnehin wichtiger als der genaue Termin.“ Bei einem anhaltenden Aufschwung in den Industrieländern und einem steigenden Lohnniveau sollten die Anleger davon ausgehen, dass sowohl in den USA als auch in Großbritannien die Leitzinsen in naher Zukunft anziehen werden.

Galler betonte, dass steigende kurzfristige Zinsen letztendlich ein Anzeichen für wirtschaftliche Stärke seien und ein positives Umfeld für Aktien böten. So hätten sich diese historisch betrachtet in den ersten Phasen eines Zinserhöhungszyklus der Fed zumeist positiv entwickelt.

Die Lage in China schätzte Galler verhalten optimistisch ein. „Wir sind überzeugt, dass aktuell eine 'harte Landung' in China trotz ausgeprägter Schwäche im Industriesektor eher unwahrscheinlich ist.“

Aus Rücksicht auf die schwächelnden Volksrepublik und die unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft hat die US-Notenbank Fed die Zinswende bislang noch nicht eingeläutet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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