Ausblick auf Wall Street
US-Anleger schauen sich in Europa um

US-Anleger spekulieren auf einen besseren Kursverlauf in Europa als in den USA. Die große Frage für alle Investoren ist dabei: Drosselt die amerikanische Notenbank ihre Wertpapier-Käufe schon im September?
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New YorkWann beginnt die US-Notenbank damit, den Geldhahn zuzudrehen? Über diese Frage werden sich Anleger wohl auch in den kommenden Wochen die Köpfe zerbrechen. Entsprechend schwankungsanfällig seien die Börsen, betonen Analysten.

Viele Investoren in den USA gehen dabei davon aus, dass sich die Tendenz der vergangenen Wochen fortsetzt. Gewinne seien - wenn überhaupt - in Europa zu holen sind und nicht mehr an der Wall Street. Fondsmanager haben deshalb in Folge ermutigender Konjunkturdaten aus der Euro-Zone bereits damit angefangen, in die Dividendenpapiere aus der Währungsgemeinschaft umzuschichten.

Der US-Standardwerteindex Dow Jones rutschte vergangene Woche um gut zwei Prozent ab. "Der Anstieg der Volatilität und der Unsicherheit in der ganzen Euro-Zone neigt sich dem Ende zu", erklärte Diane Garnick vom Asset Manager Clear Alternatives in New York.

Diese Entwicklung steht in krassem Gegensatz zur Entwicklung wichtiger Indizes am Jahresanfang: Im ersten Halbjahr legte der S&P-500 um fast 13 Prozent zu, während der FTSEurofirst 300 noch nicht einmal auf zwei Prozent kam.

Bislang kauft die Fed zur Ankurbelung der US-Konjunktur monatlich Anleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar auf. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte vor einigen Wochen angekündigt, den Geldhahn ab Jahresende langsam zudrehen zu wollen, sofern sich die US-Konjunktur weiter erhole.

Von dieser Seite gibt es jedoch gemischte Signale: Der US-Arbeitsmarkt entwickelt sich nach Einschätzung von Analysten zwar ordentlich, die Realwirtschaft hinke aber hinterher. Experten bleiben daher gelassen. Die Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle (Mittwoch) des Offenmarktausschusses werde wohl keine Überraschungen bereithalten.

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