Ausblick
Dax auf Rekordjagd

Nach dem Rekord ist vor dem Rekord: Die Aktienmärkte könnten nach dem vorläufigen Ende des politischen Hickhacks in den USA wieder Fahrt aufnehmen. Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten stehen im Fokus.
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Frankfurt/DüsseldorfDie Bilanzsaison geht in der neuen Woche in Europa richtig los und besitzt Strategen zufolge das Potenzial, Dax und Co auf neue Höchststände zu treiben. Im Fokus steht auch eine Flut an Konjunkturdaten, nachdem die aus dem Zwangsurlaub zurückgekehrte US-Verwaltung ihre Arbeit wieder aufgenommen hat.

Senat und Repräsentantenhaus hatten in der Nacht zum Donnerstag in letzter Minute einen Übergangshaushalt verabschiedet und die Schuldengrenze angehoben. Damit konnte gerade noch eine Zahlungsunfähigkeit der USA verhindert werden. Allerdings droht dem Land Anfang des kommenden Jahres ein Deja-vu: Die Finanzierung der Bundesregierung ist nur bis Mitte Januar gesichert. Die Schuldengrenze könnte Anfang Februar wieder erreicht werden. „Das politische Gezerre um eine längerfristig tragfähige Lösung beginnt also in wenigen Wochen erneut, fasst die Landesbank Berlin (LBB) zusammen.

Dennoch konnten die Börsen weiter zulegen. In der alten Woche gewann der Dax etwas mehr als ein Prozent und markierte zwischenzeitlich ein neues Rekordhoch bei 8861 Punkten. Der New Yorker Leitindex Dow Jones stieg ebenfalls.

Stützend wirkten Spekulationen, dass die US-Notenbank ihre Anleihekäufe aufgrund möglicher negativer Auswirkungen auf US-Wachstum und Konsumentenstimmung erst im kommenden Jahr zurückfahren könnte. Die Ratingagentur Standard & Poor's geht von einem wirtschaftlichen Schaden des Verwaltungsstillstands für die USA von etwa 24 Milliarden Dollar aus.

In den kommenden Tagen werden Analysten zufolge die Firmenbilanzen stärker in den Fokus rücken. "Es gibt eine gute Chance, dass es an dem Börsen deshalb weiter nach oben geht", sagt Postbank-Stratege Heinz-Gerd Sonnenschein. Auch die LBB ist zuversichtlich, dass die Unternehmen positive Überraschungen bereithalten. "Nach der letzten enttäuschenden Berichtssaison sind die Schätzungen vorsichtig, zudem scheint die Konjunktur besser gelaufen zu sein als zunächst befürchtet."

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