Ausblick
Ukraine-Krise dämpft Stimmung an Wall Street

Der Flugzeugabsturz in der Ukraine hält auch die Anleger an der Wall Street in Atem: Eskaliert der Konflikt weiter? Daneben dürften sie sich diese Woche für die Bilanzen von Coca-Cola, Apple und Facebook interessieren.
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FrankfurtDie Furcht vor einer Eskalation des Konflikts zwischen Russland und dem Westen dürfte die Anleger in der neuen Woche in Atem halten. Börsianer rechneten mit Kursrücksetzern, weil noch unklar ist, welche Auswirkungen die zuletzt verschärften Strafmaßnahmen gegen Russland auf die Weltwirtschaft haben werden. Der ungeklärte Absturz eines Passagierflugzeugs über der Ost-Ukraine schürt zudem Spekulationen, dass weitere Sanktionen folgen könnten. Das könnte den Kursoptimisten einen Strich durch die Rechnung machen.

Die Nachricht über den mutmaßlichen Abschuss treffe den ohnehin schon angeschlagenen Markt mitten ins Mark, sagt Baader-Bank-Aktienstratege Robert Halver. Andere Beobachter zeigten sich optimistischer. Die Auswirkungen der Ukraine-Krise und des Gaza-Konflikts auf die Börsen dürften begrenzt sein, es sei denn, es komme zu einem Handelskrieg, sagte George Pearkes, Analyst bei der Bespoke Investment Group in den USA. Ein solcher Handelskrieg zwischen den USA und Russland sei aber nicht wahrscheinlich.

„Die Anleger werden sich daher auf die Bilanzen konzentrieren“, sagte Pearkes mit Blick auf die Wall Street. „Es gibt keine Anzeichen, dass die Fed irgendetwas ändern wird, daher gibt es immer Käufer, die Kursrücksetzer zum Einstieg nutzen“, sagte Michael O'Rourke, Chef-Marktstratege von Jones Trading. An der Wall Street ergab sich für den Dow-Jones-Index auf Wochensicht ein Plus von 0,9 Prozent auf 17.100 Punkte.

Neben den Unruheherden in der Ukraine und im Gazastreifen dürften die Anleger ihr Augenmerk auch auf die Gewinnentwicklung der Unternehmen richten. In den USA lassen sich unter anderem der Chipkonzern Texas Instruments, der iPhone-Hersteller Apple, Coca-Cola und Facebook in ihre Bücher schauen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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