Ausblick
US-Berichtssaison bewegt die Börse

In der kommenden Woche werden vor allem zahlreichen US-Quartalszahlen das Geschehen an den amerikanischen Börsen dominieren. Besonders im Fokus stehen dabei die Berichte der Großbanken. Denn Anleger erhoffen sich von den Zahlen weitere Erkenntnisse über die Folgen der Immobilienkrise.

HB NEW YORK. Eine Flut von Geschäftszahlen wird das Börsengeschehen in den USA in der kommenden Woche prägen. Mehr als 80 Firmen allein aus dem S&P-500 präsentieren ihre Quartalsergebnisse, hinzu kommen Hunderte mittlere und kleinere Unternehmen. Zu den Schwergewichten, die ihre Vierteljahresbilanz vorlegen, zählen die beiden Großbanken Citigroup und Bank of America. Hier erhoffen sich Anleger weitere Auskünfte darüber, wie hart die Hypothekenkrise im Sommer zugeschlagen hat. Zudem wird der Pharmasektor im Fokus stehen: So informieren Pfizer, Eli Lilly, Wyeth und Johnson & Johnson über ihren Geschäftsverlauf.

Entscheidend wird nach Auffassung von Analysten einmal mehr, welche Prognosen die Firmen ausgeben. Einige Unternehmen würden wohl ihre Gewinnerwartungen herunterschrauben, sagte Bob Millen von The Jensen Portfolio. „Wenn ihre Zahl signifikant ausfällt, dann denke ich nicht, dass der Markt darauf sehr freundlich reagieren wird.“ Vor allem Konzerne, die ihre Erlöse überwiegend in den USA erwirtschafteten, dürften es schwer haben, sagte er.

Neben der Masse von Quartalszahlen stehen auch wieder eine Vielzahl von Konjunkturdaten an. Besonderes Augenmerk dürften die für Mittwoch angekündigten Wohnbaubeginne auf sich ziehen. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Rückgang im September im Vergleich zum Vormonat. Viele Experten gehen davon aus, dass der Abwärtstrend am Immobilienmarkt bei weitem noch nicht vorbei ist.

Ebenfalls am Mittwoch stehen zudem Angaben zur Entwicklung der Verbraucherpreise und der Realeinkommen an. Die US-Notenbank legt ihr „Beige Book“, in dem die zwölf regionalen Zentralbanken über die Wirtschaftsaktivität in ihrer Region berichten. Anleger werden genau darauf achten, ob sich hier Hinweise für die weitere Zinsentwicklung in den USA ergeben.

Für unangenehme Erinnerungen dürfte der 20. Jahrestag des „Schwarzen Montags“ sorgen. Am 19. Oktober 1987 brach der Dow ganze 22,6 Prozent ein. Börsianer zeigten sich aber zuversichtlich, dass es nicht erneut zu einem Börsenkrach wie damals kommen werde. „Die Märkte sind heute ausgeklügelter und das Risiko breiter gestreut“, sagte Millen.

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