Ausblick Wall Street
Droht der US-Börsenknick?

Nach der letzten Korrektur sieht die Bilanz der US-Börse nicht berauschend aus. Im Vergleich zum Jahresbeginn notiert der Dow Jones sogar im Minus. Anleger fragen sich jetzt: Was macht die Notenbank?
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Die Quartalsbilanz der US-Börsen könnte dieses Jahr ins Wasser fallen. Minus 0,6 Prozent stehen seit Jahresbeginn beim Dow Jones zu Buche. Zum Börsenschluss am Freitag notierte der Dow Jones bei 17.712 Punkten. In der Vorwoche ging es knapp 500 Punkte runter.

Anleger warten jetzt mit Spannung darauf, wann die US-Notenbank Fed ihre Zinswende einläuten wird. Am Freitag sagte US-Notenbankchefin Janet Yellen, die Zinswende sei womöglich noch in diesem Jahr gerechtfertigt. Sie fügte aber hinzu, dass dies letztendlich von der Konjunktur- und Inflationsentwicklung abhängig sei. Anleger müssen also weiter auf einen konkreten Termin warten.

In der nächste Woche gibt es Anhaltspunkte. Der stets mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht wird am Karfreitag veröffentlicht, an dem die großen Börsen weltweit allerdings geschlossen bleiben. Deshalb können die Marktteilnehmer auf die Zahlen erst nach dem Osterfest reagieren. Die schwächere Konjunkturentwicklung in den USA zum Jahresstart wird sich laut Commerzbank-Stratege Christoph Balz in einem schwächeren ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe (Mittwoch) und auch am Arbeitsmarkt bemerkbar machen.

Der Commerzbank zufolge dürfte die US-Notenbank (Fed) das aber als temporäre Schwäche ansehen. Die Experten des Geldhauses rechnen mit einer Zinswende eher für September. Auch die Mehrheit der führenden Wall-Street-Banken geht nicht davon aus, dass die Fed früher mit ihren Zinsanhebungen beginnen wird.

An der Wall Street beginnt dann nach Ostern schon wieder die neue Bilanzsaison. Sie wird traditionell vom Aluminiumproduzenten Alcoa eingeläutet, der am 8. April seine Zahlen präsentiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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