Ausblick Wall Street
Wann reagiert die US-Notenbankerin Yellen?

Die Börsenrally in den USA beeindruckt viele Anleger. Wie lange hält sie an? Vor allem die Notenbanken treiben derzeit die Märkte. In der nächsten Woche gibt es erste Vorzeichen, wann eine Zinswende kommen könnte.
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Die Monatsbilanz an der Wall Street kann sich sehen lassen. Im Februar ging es für den Dow Jones um 5,64 Prozent nach oben. In der vergangenen Woche erzielte der Leitindex ein Rekordhoch von 18.244 Punkten. Da schmerzt es kaum, das der Dow am Freitag mit einem Minus von 0,45 Prozent bei 18.132 Punkten aus dem Handel ging.

Anleger fragen sich, wie es mit der sagenhaften Hausse der vergangenen Wochen und Monate nun weitergeht. In der nächsten Woche schauen die Anleger weltweit in die USA. „Das Highlight der neuen Woche seien dabei die Beschäftigtenzahlen am Freitag“, sagt NordLB-Aktienstratege Tobias Basse. Schließlich sei die Entwicklung des Arbeitsmarktes ein wichtiger Faktor für die US-Notenbank Fed bei ihrer Entscheidung über den Zeitpunkt der geplanten Zinserhöhung.

Analysten rechnen im Schnitt mit dem Aufbau von 243.000 Stellen im Februar, nach einem Plus von 257.000 im Vormonat. Einen Vorgeschmack auf die Konjunkturaussichten könnten zwei Tage zuvor die Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP bieten. Am Montag stehen zudem die Daten zu den Ausgaben der US-Verbraucher auf dem Terminplan.

Der Konsum gilt als Hauptstütze der größten Volkswirtschaft. Bislang rechnen Börsianer mehrheitlich damit, dass die US-Notenbank Fed ab Mitte 2015 an der Zinsschraube dreht. In der vergangenen Woche hatten noch Äußerungen der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen der Wall Street frische Impulse verliehen und für Bestmarken gesorgt. Yellen hatte gesagt, dass die Fed nach wie vor keine Eile habe, sich von ihrer jahrelangen Nullzinspolitik zu verabschieden. Allerdings hatte sie auch angedeutet, dass die Fed eine erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise bald signalisieren könnte.

„Der Spielraum für weitere größere Kursgewinne ist aber gering“, betont NordLB-Experte Basse. Da die Aktienmärkte beiderseits des Atlantiks von Rekordhoch zu Rekordhoch eilten und die Bewertungen bereits relativ hoch seien, müsse in der neuen Woche mit Gewinnmitnahmen gerechnet werden. Die Luft werde dünn, warnen Börsianer. Es gebe einfach keine US-Aktien mehr, die man als billig bezeichnen könne, sagt Jim McDonald, Chefanlagestratege des Vermögensverwalters Northern Trust Asset Management.

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