Auto- und Techwerte bremsen Abwärtstrend ab
Energie- und Finanzwerte drücken europäische Börsen

Schwache Bank- und Energiewerte sowie Kursverluste beim Rückversicherer Swiss Re haben die europäischen Aktienmärkte am Freitag ins Minus gedrückt. Der DJ Stoxx50-Index notierte 1,5 Prozent schwächer bei 2 481 Punkten.

Reuters LONDON. Die Abwärtstendenz wurde von Auto- und Technologieaktien gebremst, welche von anhaltenden Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung profitierten.

Unter den schwer gewichteten Bankaktien büßten Societe Generale, ABN Amro und BNP Paribas jeweils rund 2 Prozent ein. Die Papiere des weltweit zweitgrößten Rückversicherungskonzerns Swiss Re verbilligten sich trotz eines höher als erwartet ausgefallenen Halbjahresgewinns um 3,6 Prozent. Stark nach unten drückten auch die Erdölwerte.

Unter den festeren Technologiewerten gehörten dagegen Philips mit einem Kursanstieg von 3,6 Prozent zu den Hauptgewinnern. Die Aktien des Konkurrenten Thomson kletterten um 4,3 Prozent, während die deutschen Epcos 9 Prozent im Plus lagen. Die Siemens-Titel tendierten rund 1 Prozent höher, nachdem der deutsche Technologiekonzern seine Prognosen für den Handyabsatz erhöht hatte.

Andere zyklische Werte wie etwa die Papiere des Konsumgüterkonzerns L'Oreal oder jene von Volkswagen waren ebenfalls gefragt. Nach Händlerangaben wurde die Stimmung für die zyklischen Werte von vereinzelt besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten gestützt.

Am Aktienmarkt in LONDON verlor der FTSE 100-Index nach einer volatilen Sitzung 0,88 Prozent auf 4 161,1 Zähler. Die Kursverluste hätten in der momentanen Phase allerdings keine größere Bedeutung, erklärte ein Analyst. Die Erwartung einer Konjunkturerholung sei nach wie vor intakt. Royal & Sun büßten 4 Prozent ein. Händler verwiesen dabei auf Spekulationen, der Versicherer könnte anlässlich der Vorlage von Geschäftszahlen am kommenden Donnerstag eine Kapitalerhöhung bekannt geben. Die Papiere des Einzelhändlers Sainsbury litten unter einer Marktforschungsstudie und verloren 2,2 Prozent. Unter den schwer gewichtigen Pharmawerten verloren AstraZeneca 4,2 Prozent und und GlaxoSmithKline 1,4 Prozent. Gegen den Trend gewannen die Titel des Pub-Betreibers Mitchells & Butler 4,6 Prozent.

Der SMI der SCHWEIZER Aktien verlor 1,48 Prozent auf 5 124,2 Zähler. Händler sprachen von einem uneinheitlichen Geschäft, in dem sich die Marktteilnehmer auf Spezialsituationen konzentriert und Gewinne mitgenommen hätten. Zum Schluss belasteten Futures-bedingte Abgaben in den Schwergewichten Nestle, Novartis und Roche den Markt zusätzlich. Nach den jüngst kräftigen Kursavancen verloren ABB 3,5 Prozent. Swiss Re gaben 3,6 Prozent nach. Der Rückversicherer habe die Markterwartungen erfüllen, wenn nicht gar übertreffen können. Aber es habe einige grosse ausländische Adressen gegeben, deren Erwartungen über dem Marktkonsens gelegen hätten, und die nun verkauften. Andere Versicherungswerte notierten dagegen freundlich.

An der Börse PARIS ermäßigte sich der CAC 40-Index 0,35 Prozent auf 3 311,42 Zähler. Bei den Technologiewerten stiegen Cap Gemini um 1,8 Prozent und Alcatel um 1 Prozent. Ebenfalls gesucht waren Michelin, die 4,5 Prozent gewannen. Dagegen lasteten France Telecom mit einem Minus von 1,7 Prozent auf dem Markt, während die Titel des Erdölkonzerns TotalFinaElf 1,3 Prozent und jene des Versorgers Suez 2,2 Prozent verloren. Schwächer tendierten auch die Bankwerte. Die Titel des paneuropäischen Börsenbetreibers Euronext schlossen nach der Bekanntgabe von Halbjahreszahlen 0,3 Prozent im Minus.

Der AEX der Börse AMSTERDAM schloss 0,51 Prozent leichter bei 329,41 Zähler. Unter den Finanzwerten verloren Fortis 3 Prozent, ABN 2 Prozent und Aegon 1,2 Prozent. Das Papier des Einzelhändlers Ahold sackte 5,2 Prozent ab. Nach Vorlage von überraschend positiven Geschäftszahlen kletterten die im Nebenwerteindex enthaltenen Titel der Handelsgruppe Laurus dagegen um 11,7 Prozent.

In MAILAND ermässigte sich der MIB 30-Index um 0,57 Prozent auf 25 462 Zähler. Kursverluste mussten die Bankwerte Intesa, BNL und Capitalia hinnehmen. Die grössten prozentualen Gewinner waren STMicroelectronics mit einem Plus von 3 Prozent. Fester schlossen auch Mediaset.

Der Ibex 35-Index der Börse MADRID verlor 0,89 Prozent auf 7 111,3 Punkte. Sowohl die Titel des Telekomriesen Telefonica als auch die Aktien der Grossbanken BBVA und Santander verloren ein Prozent oder mehr. Die Papiere des Stahlkonzerns Arcelor büssten nach Vorlage von Geschäftszahlen 1,8 Prozent ein.

An der Börse STOCKHOLM schloss der OMX 0,6 Prozent leichter bei 586,43 Zähler. Ericsson verloren 2,3 Prozent und AstraZeneca ermässigten sich um 3,2 Prozent. Hennes & Mauritz notierten trotz einer Rücknahme des Kursziels durch CSFB 1,2 Prozent fester. Nokia tendierten in HELSINKI kaum verändert.

Am WIENER Aktienmarkt schloss der ATX um 0,57 Prozent tiefer bei 1 350,86 Punkten. Auf den Index drückten die Schwergewichte OMV mit minus 1,2 Prozent sowie Telekom Austria, die 3,3 Prozent einbüßten. Dagegen kletterten Erste Bank um 1 Prozent.

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