Automobilwerte zählten zu den Verlierern
Ölpreis lässt Dax im Minus schließen

Der wieder steigende Ölpreis hat die deutschen Standardwerte am Donnerstag in einem umsatzschwachen Feiertagshandel belastet und den Deutschen Aktienindex (Dax) im Minus schließen lassen. Der Dax fiel zum Handelsende um 0,85 Prozent auf 3 839,32 Punkte. Der MDax verlor 1,06 Prozent auf 4 743,42 Zähler und der TecDax gab 1,09 Prozent auf 548,40 Punkte ab.

HB FRANKFURT. Der steigende Ölpreis habe Inflationssorgen geschürt, hieß es am Markt. Die US-Notenbank könnte sich angesichts dieses Szenarios eher früher als später zum Handeln gezwungen fühlen und ihren Leitzins kräftig erhöhen. Steigende Zinsen belasten meist die Aktienkurse, da sie die Finanzierungskosten der Firmen erhöhen und so die Erträge schmälern. Ein steigender Ölpreis erhöht zudem zusätzlich die Produktionskosten. Zugleich sagte ein Händler, enttäuschende US- Arbeitsmarktdaten hätten die Spekulationen auf stark steigende Zinsen etwas gedämpft.

Wegen Christi Himmelfahrt sei das Handelsvolumen recht gering gewesen. „Erst mit dem Beginn des US-Handels war eine leichte Belebung festzustellen“, sagte ein Händler. Auch am Brückentag Freitag dürfte der Handel ruhig bleiben.

Zu den Verlierern zählten Automobilwerte. Daimler-Chrysler-Aktien gaben um 1,80 Prozent auf 34,91 Euro nach. Die japanische Lkw-Tochter Mitsubishi Fuso hatte zuvor eine Rückrufaktion bekanntgegeben. Zudem soll der Verlust bei Mitsubishi Motors (MMC) einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Geschäftsjahr höher ausgefallen sein als bisher angenommen. BMW-Aktien fielen um 1,96 Prozent auf 34,51 Euro.

„Aktien, die im weitesten Sinne mit Transport zusammenhängen, stehen wegen des hohen Ölpreises unter Druck“, sagte der Händler. Neben den Autobauern waren das auch Lufthansa und Tui, die 2,79 Prozent auf 12,18 Euro respektive 2,44 Prozent auf 16,41 Euro nachgaben.

Gegen den negativen Daxtrend stemmten sich lediglich Pharmawerte: Altana-Papiere stiegen um 1,06 Prozent auf 52,54 Euro. Schering gaben lediglich um 0,09 Prozent auf 44 Euro nach. Händlern zufolge profitieren die Aktien in Zeiten erhöhter Unsicherheit am Markt von ihrem relativ defensiven Status.

Gut hielten sich Börsianern zufolge auch die Neuemissionen dieser Woche: Der Börsendebütant vom Vortag, Wincor-Nixdorf, blieb mit 41,40 Euro weiter über dem Ausgabepreis von 41 Euro. Auch die Aktie der Mitteldeutschen Fahrradwerke MIFA, die am Montag gestartet war, wurde bei 9,86 Euro und damit über dem Emissionspreis von 9,25 Euro gehandelt.

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