Autotitel unter Druck
Dax schließt im Plus

Freundliche US-Börsen haben den Dax am Freitag gestützt und in die Gewinnzone gehoben. Der deutsche Leitindex ging mit einem dünnen Plus von 0,03 Prozent bei 3 745,95 Punkten aus dem Handel.



HB FRANKFURT. Im Tagesverlauf war das deutsche Börsenbarometer wegen eines neuen Allzeithochs des Euro unter die Marke von 3 700-Punkte gefallen. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,13 Prozent auf 4 363,21 Punkte. Der TecDax rückte um 0,24 Prozent auf 557,17 Punkte vor

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„Mit den US-Börsen sind die Volumina im Vergleich zum Vortag deutlich angezogen“, sagte ein Händler. Am Donnerstag waren die US- Börsen wegen „Thanksgiving“ geschlossen gewesen und am Freitag fand ein verkürzter Handel statt.

Der Höhenflug der europäischen Gemeinschaftswährung wirke sich belastend aus. „Vor allem exportorientierte Branchen wie die Autoindustrie leiden unter dem starken Euro“, sagte ein Börsianer. Eine teure Gemeinschaftswährung gilt als Belastungsfaktor für exportorientierte Unternehmen, weil sie Exporte verteuert. Der Euro war am Vormittag kurzfristig auf ein Rekordhoch gestiegen und erreichte im Laufe des Tages einen Stand von 1,2015 Dollar.

Titel von BMW bildeten das Schlusslicht im Dax und verloren 2,03 Prozent auf 36,73 Euro. Volkswagen-Aktien gaben um 1,92 Prozent auf 41,45 Euro nach.

Papiere von Daimler-Chrysler verloren 0,94 Prozent auf 31,78 Euro. Neben dem starken Euro leidet die Aktie Börsianern zufolge unter dem an diesem Montag beginnenden Prozess in den USA. Der Investor Kirk Kerkorian fordert vor einem Bundesgericht von dem Autokonzern Schadenersatz in Milliardenhöhe. Sein Vorwurf: Der Zusammenschluss von Daimler-Benz und Chrysler sei nach außen als „Fusion unter Gleichen“ dargestellt worden, aber von Anfang an als Übernahme durch die deutsche Seite geplant gewesen. Als früherer Chrysler- Großaktionär habe Kerkorian dadurch ein schlechtes Geschäft beim Aktientausch gemacht.

Die Deutsche Telekom-Aktie stieg um 0,95 Prozent auf 13,85 Euro und zeigte sich damit unbeeindruckt von der Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation. Die Gebühren für die so genannte Netzzusammenschaltung (Interconnection) müssten ab dem 1. Dezember um durchschnittlich 9,5 Prozent reduziert werden, hatte die Behörde zuvor mitgeteilt.

Die Aktien des Kondomherstellers Condomi fielen um 36,52 Prozent auf 1,86 Euro. Im Handelsverlauf waren die Titel um mehr als 40 Prozent eingebrochen. Händler verwiesen auf Verhandlungen des Unternehmens mit seinen Banken über einen Überbrückungskredit. Das wirke sich stark belastend aus, sagte ein Börsianer.

Am Rentenmarkt legte der Bund Future um 0,4 Prozent auf 112,22 Punkte zu. Der Rex stieg um 0,05 Prozent auf 116,48 Punkte. Die Umlaufrendite fiel auf 4,12 (Donnerstag 4,13) Prozent. Der Referenzkurs des Euro stieg deutlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,1994 (Donnerstag: 1,1902) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8338 (0,8402) Euro.

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