Autowerte unter Druck
Börsen in Europa schließen schwach

Die europäischen Börsen haben am Freitag schwächer geschlossen und damit im Wochenvergleich wenig verändert notiert. Der DJ Stoxx50-Index notierte um 0,8 Prozent leichter bei 2 490 Punkten.

HB LONDON. Angesichts der anlaufenden Berichtsaison in Europa und den USA hätten die Investoren Gewinne mitgenommen. Ein wieder kräftiger Anstieg des Euro auf über 1,18 Dollar habe zudem die exportorientierten Werte belastet, sagten Händler.

Die Übernahme des britischen Gesundheitskonzerns Amersham durch GE verstärkte die Konsolidierungsphantasie im Sektor und ließ auch andere Pharmawerte ansteigen. Gegen den Trend hielten sich auch einige Erdölwerte wie Shell und Eni im Zuge der anziehenden Rohölpreise im Plus. Die meisten Marktsektoren verloren jedoch an Terrain. Unter Druck gerieten dabei vor allem die Autowerte.

Die Papiere des Handelskonzerns Hagemeyer brachen in Amsterdam um fast 30 Prozent ein. Gemäß dem Unternehmen dürfte eine finanzielle Restrukturierung zu einer Gewinnverwässerung für die Aktionäre führen. Dagegen gewannen die Titel des britischen Einzelhändlers GUS 2,5 Prozent, nachdem Dresdner Kleinwort Wasserstein den Wert hochgestuft hatte. Vor ihren in der kommmenden Woche anstehenden Quartalsresultaten büßten die Papiere der Technologiekonzerne Nokia und Philips 0,9 Prozent respektive 1,5 Prozent ein.

An der Börse LONDON schloss der FTSE 100-Index mit einem Minus von 0,07 Prozent eine Spur leichter bei 4 311,0 Punkten. In der anlaufenden Berichtsaison habe mit General Electric ein wichtiges US-Unternehmen enttäuscht. Die geplante Übernahme des britischen Medizintechnikkonzerns Amersham für 9,5 Mrd. Dollar habe den Londoner Markt jedoch vor grösseren Abgaben bewahrt. Amersham schossen 15 Prozent nach oben. In Folge zogen auch andere Titel des Gesundheitssektors an. So stiegen Smith & Nephew um 4,4 Prozent und Celltech um 5,5 Prozent. Die Papiere der Bankgruppe Abbey National legten auf Grund von Spekulationen über eine mögliche Übernahme durch die National Australia Bank um 5,7 Prozent zu. Daneben verteuerten sich die Aktien des Musikkonzerns Emi um 6 Prozent. Zuvor hatte Bertelsmann mitgeteilt, mit Emi und anderen Firmen Gespräche über ein mögliches Joint Venture für sein Musik-Label zu führen.

Der SMI der SCHWEIZER Aktien schloss um 0,25 Prozent schwächer bei 5 206 Zählern. Gesucht waren laut Marktteilnehmern Vermögensverwalter. Händler erklärten dies damit, dass die HVB mit dem Verkauf ihrer Schweizer Tochter, der Bank von Ernst, am Vortag einen sehr guten Preis erzielt habe. So gewannen Julius Bär, die zusätzlichen Auftrieb erhielten durch den Abschluss des Verkaufs ihres Brokerage-Geschäfts gegen vier Prozent und Vontobel über 2 Prozent. Auch Novartis hätten einen guten Stand gehabt. Swiss Life gaben marginal nach. Auch UBS und die Versicherer Swiss Re, Zurich und Baloise schwächten sich leicht ab.

An der Börse PARIS gab der CAC 40-Index 0,57 Prozent auf 3 306,12 Punkte nach. Der Rückgang der französischen Industrieproduktion ohne das Baugewerbe im August und die Senkung der Prognosen des US-Konzerns General Motors hätten den Markt belastet. Zu den Verlierern gehörten die Papiere des Versicherers Axa mit einem Minus von 1,5 Prozent, während im Autosektor Renault und Peugeot jeweils über 2 Prozent nachgaben. Die Titel der Pharmakonzerne Aventis und Sanofi büßten 1,5 Prozent und 1,1 Prozent ein. Trotz der Mitteilung eines Umsatzanstiegs im dritten Quartal gingen auch die Aktien des Einzelhändlers Carrefour mit minus 0,7 Prozent schwächer aus dem Handel. Fester notierten dagegen die Papiere des Baukonzerns Saint-Gobain. Vivendi zogen ebenfalls gegen den Trend um 1,5 Prozent an.

In AMSTERDAM ermäßigte sich der AEX um 0,45 Prozent auf 323,13 Zähler.

Der MIB30-Index der Börse MAILAND notierte zum Schluss 0,46 Prozent tiefer bei 25 553 Punkten.

In MADRID gab der Ibex 35-Index 0,63 Prozent auf 6 974,4 Zähler nach.

An der Börse STOCKHOLM verlor der OMX 0,92 Prozent auf 596,21 Punkte.

Der ATX der Börse WIEN schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent höher bei 1 379,22 Zählern. Erste Bank kletterten um 1,4 Prozent auf ein neues Allzeithoch.

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