Autowerte verlieren
Starker Yen belastet Asiens Börsen

Gewinnmitnahmen und ein starker Yen haben an den meisten asiatischen Börsen am Dienstag zu Kursverlusten geführt. Der Dollar legte zu Yen und Euro zwar wieder leicht zu, blieb jedoch in der Nähe des jüngst erreichten Drei-Monats-Tiefs. Anleger fürchteten negative Auswirkungen und und stießen vor allem Papiere von exportorientierten Unternehmen ab.

HB SINGAPUR. Vor allem Aktien von Honda Motor, Toyota Motor und Hyundai Motor verloren zwischen mehr als zwei und rund fünf Prozent an Wert. Auch Banken- und Immobilienwerte weiteten ihre jüngsten Kursverluste aus, während einige Technikaktien wie Toshiba in Erwartung starker Quartalszahlen zulegten. Der Ölpreis gab nach seinem jüngsten Drei-Monats-Hoch nach und auch Gold wurde niedriger gehandelt.

Am Tokioter Aktienmarkt verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,85 Prozent auf 16.124 Zähler. Im Handelsverlauf war er auf ein neues Fünf-Jahres-Hoch gestiegen, scheiterte aber an der Widerstandsmarke von 16.500 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,54 Prozent auf 1659 Punkte nach. Der MSCI-Index für nicht-japanische asiatische Werte sank um 0,49 Prozent. Im Minus tendierten auch die Börsen in Südkorea und Taiwan. Der Aktienmarkt in Hongkong hingegen lag im Plus.

„Der starke Yen ist ein Faktor, der dem Autosektor schadet“, urteilte Masahiko Sato von Nomura Securities. Zu den größten Verlierern zählten die Aktien von Honda Motor: Der Kurs gab um 4,81 Prozent nach. Auch die Papiere der Konkurrenten Toyota Motor und Hyundai Motor verloren jeweils mehr als zwei Prozent. Hoffnungen auf eine weltweite Erholung der Halbleiterbranche stützten dagegen die Aktien von Toshiba. Der Kurs klettere um mehr als 5,5 Prozent.

Erwartungen eines absehbaren Endes des Zinserhöhungszyklus' in den USA belasteten in Fernost weiterhin den Dollar, sagten Händler. Der Kurs bewegte sich nur leicht von seinen jüngsten Tiefständen weg. Der Euro notierte leicht schwächer bei 1,2053 Dollar nach 1,2088 im späten US-Handel. Zum Yen tendierte die US-Währung bei 114,52 Yen nach 114,50 Yen im New Yorker Handel.

Sollten auch die kommenden Konjunkturdaten in den USA enttäuschend ausfallen, gebe es beim Dollar weiteren Spielraum nach unten. Ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht in der vorigen Woche hatte die Marktteilnehmer bestärkt, die mit einem baldigen Ende der Zinserhöhungen in der weltgrößten Volkswirtschaft rechnen.

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