AWD enttäuscht Investoren - Platzierung bei Schwarz Pharma - Infineon gefragt
Gewinnmitnahmen belasten den Dax

Belastet von mäßigen US-Vorgaben haben die meisten deutschen Aktien am Donnerstag ihre jüngste Kurstalfahrt fortgesetzt.

HB FRANKFURT. Der Leitindex Dax gab um 0,41 Prozent auf 4851,27 Punkte nach und schloss damit den sechsten Handelstag in Folge im Minus. Der MDax verlor 0,51 Prozent auf 6693,33 Zähler. Der TecDax büßte 0,03 Prozent auf 579,79 Punkte ein. Die Aktien von Daimler-Chrysler reagierten kaum auf den erwarteten vorzeitigen Abgang von Mercedes- Chef Eckhard Cordes.

Der EuroStoxx 50 schloss um 0,44 Prozent tiefer auf 3283,84 Punkte. Auch in London und Paris wurden Kursverluste verzeichnet. In den USA zeigten sich die Börsen zum europäischen Handelsschluss im Minus.

Die Daimler-Chrysler-Aktie gewann am Frankfurter Aktienmarkt 0,07 Prozent auf 40,88 Euro. Nach rund drei Wochen ist die Führungskrise beim Stuttgarter Autobauer gelöst. Der noch amtierende Mercedes-Chef Cordes wird zum Ende August aus dem Konzern ausscheiden. Die Spitzenposition bei der Mercedes Car Group wird nun der designierte Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche übernehmen.

Commerzbank-Aktien gewannen 2,05 Prozent auf 21,38 Euro. Mehrere Händler verwiesen auf Gerüchte, wonach die Royal Bank of Scotland Group an diesem Freitag 23 Euro je Aktie bieten wolle. „Marktgerüchte kommentieren wir nicht“, sagte ein Commerzbank-Sprecher auf Anfrage.

Infineon-Aktien legten erneut um 1,54 Prozent auf 7,89 Euro zu. Händler verwiesen auf eine positive Studie der Deutschen Bank zum Münchner Halbleiterhersteller. Zudem kursierten weiter Gerüchte am Markt, dass Infineon seine Speicherchip(DRAM)-Sparte ausgliedern könnte. Dagegen verlor das Papier des Börsenschwergewichts Siemens 0,97 Prozent auf 62,04 Euro.

MAN-Titel verteuerten sich um 2,22 Prozent auf 41,03 Euro. Beim Druckanlagenbauer MAN Roland ist der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2005 um mehr als 40 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Auch wird an der Börse weiter über eine mögliche Zerschlagung des Mischkonzerns spekuliert.

Im MDax sackte das AWD-Papier nach Vorlage von Zahlen um 4,23 Prozent auf 34,00 Euro ab und war dort der prozentual größte Verlierer. Dem Finanzdienstleister machen die Folgen der Rentenreform sowie politische Unsicherheiten vor den Neuwahlen in Deutschland unerwartet stark zu schaffen. Im zweiten Quartal sank der Konzernumsatz überraschend. Auch der operative Gewinnanstieg blieb hinter den Markterwartungen zurück. Zudem blieb AWD einen konkreten Ausblick auf das laufende Jahr weiterhin schuldig.

Die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere fiel auf 2,98 (Vortag: 3,02) Prozent. Der Rentenindex REX legte um 0,11 Prozent auf 122,73 Punkte zu. Der Bund Future stieg um 0,21 Prozent auf 122,94 Zähler. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des Euro am Donnerstag auf 1,2213 (1,2296) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8188 (0,8133) Euro.

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