Banken im Fokus
Europas Börsen etwas schwächer

Die meisten europäischen Aktienindizes haben am Dienstag mit Verlusten geschlossen. Vor der Veröffentlichung wichtiger US-Inflationsdaten im Laufe der Woche hätten einige Marktteilnehmer Gewinne mitgenommen, hieß es am Markt. Im Fokus standen Marktteilnehmern zufolge Nachrichten zu Unternehmen etwa aus dem Banken- und Chemiesektor.

dpa-AFX PARIS/LONDOON. Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 sank um 0,74 Prozent auf 4 383,02 Zähler. Der Stoxx 50, der auch Schweizer und britische Werte umfasst, verlor 0,57 Prozent auf 3 865,56 Punkte. Für den Euronext 100 ging es um 0,50 Prozent auf 1 036,61 Zähler nach unten. In Paris fiel der CAC 40 um 0,71 Prozent auf 5 898,16 Punkte. Der Ftse 100 gab um 0,72 Prozent auf 6 520,40 Zähler nach.

Aktien von Hbos verloren nach einem Ausblick auf das weitere Handelsgeschäft im laufenden Jahr 3,64 Prozent auf 1 031 Pence und standen damit am Ende des Ftse 100. Die britische Großbank sieht sich zwar für 2007 auf einem guten Weg zu einem zehnprozentigen Gewinnanstieg. Bis auf das Filialgeschäft könne derzeit jede Sparte den Gewinn zweistellig steigern, hieß es. Händlern zufolge zeigten sich die Anleger jedoch wenig begeistert vom Ausblick.

Im Kielwasser der enttäuschenden Nachrichten notierten auch andere Finanztitel an der Londoner Börse schwächer. Titel von Alliance & Leicester verloren 2,04 Prozent auf 1 104,00 Pence, und Lloyds TSB Group verbilligten sich um 1,05 Prozent auf 566,00 Pence.

Anteilsscheine von Rolls-Royce kletterten hingegen um 3,44 Prozent auf 526,50 Pence. Mehreren Berichten in der Fachpresse zufolge ist es wenig wahrscheinlich, dass der Wettbewerber General Electric einen Motor für den neuen Airbus A350 XWB mit besonders breitem Rumpf liefert.

An der Börse in Paris legten die Aktien von Electricite de France (EdF) um 2,51 Prozent auf 69,90 Euro zu. Die Aktie profitierte Händlern zufolge von einem Pressebericht, wonach die europäische Union eine Untersuchung der französischen Stromtarife einleite. Dies habe Spekulationen angeheizt, die französischen Strompreise könnten früher als geplant völlig dereguliert werden - was sich positiv auf die Profitmargen von EdF auswirken könnte.

Übernahmespekulationen schoben Aktien von Dexia um 2,42 Prozent auf 23,72 Euro an. Händler verwiesen auf Gerüchte, wonach die Societe Generale an dem französisch-belgischen Finanzkonzern interessiert sei. Einigen Analysten zufolge ist Dexia ein potentieller Übernahmekandidat. Zudem sei eine derartige Übernahme ein strategisch sinnvoller Schritt.

Im Blick standen auch die Titel von Vinci mit einem Minus von 2,59 Prozent auf 53,40 Euro. Die Finanzholding Artemis des französischen Industriemagnaten Francois Pinault hat ihren Anteil am französischen Baukonzern und Infrastruktur-Betreiber von 8,10 auf 4,98 Prozent reduziert. Artemis hatte den Anteil an Vinci im März von 5,10 auf 8,10 Prozent erhöht und mit diesem Schritt Spekulationen über eine weitere Erhöhung entfacht.

Papiere von Sanofi-Aventis gaben um 0,84 Prozent auf 66,95 Euro nach. Der französische Pharmakonzern hat gegenüber der US-Gesundheitsbehörde FDA ein erhöhtes Selbstmordrisiko bei der Einnahme des Anti-Fettleibigkeitsmittels Acomplia eingeräumt. Sanofi spricht sich gegen die Einnahme dieses Mittels aus, wenn die Patienten unter Depressionen oder ähnlichen Krankheiten leiden.

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