Banken legen zu
Kursverluste bei Tech-Aktien belasten Tokioter Börse

Gewinnmitnahmen bei Aktien aus dem Technologiesektor haben die Tokioter Börse belastet. Die Anteilsscheine von Banken legten dagegen zu und profitierten von optimistischen Einschätzungen zur weiteren Konjunkturentwicklung.

HB TOKIO. Der Euro sank im fernöstlichen Handel leicht auf Notierungen um 1,2930 Dollar und entfernte sich damit etwas von seinem Rekordhoch von knapp über 1,30 Dollar, das er noch am vergangenen Mittwoch markiert hatte. In New York hatte er am Vorabend rund 1,2950 Dollar gekostet. Die Gemeinschaftswährung zeigte sich aber insgesamt eher unbeeindruckt von Äußerungen der Finanzminister der Euro-Zone, die sich am Vorabend in Brüssel getroffen hatten. Diese hatten ihre Sorge angesichts des Rückgangs des Dollar zum Euro zum Ausdruck gebracht.

Der der Nikkei-Index gab 0,6 Prozent auf knapp 11 162 Punkte ab. In den vergangenen zwei Tagen hatte der Index 3,5 Prozent zugelegt. Der breiter gefasste Topix Index verlor 0,3 Prozent auf 1120 Punkte. In Hongkong lag der Hang Seng Index ein viertel Prozent im Minus. Die Börse in Südkorea schloss mit 0,65 Prozent im Minus, die in Singapur notierte fast unverändert.

Analysten zufolge blieben die meisten Anleger aber weiterhin zuversichtlich mit Blick auf die langfristigen Konjunkturaussichten Japans. „Einheimische institutionelle Anleger werden ihre Käufe ausweiten, wenn sie an Zuversicht gewinnen, dass der Nikkei sich für eine Weile über seinem 200-Tage-Durchschnitt (von 11 223 Zählern) halten kann“, sagte Masaharu Sakudo von Tachibana Securities.“Es gibt viele Interessenten wie Ausländer und Kleinanleger, die darauf warten, Aktien nach Kursgewinnen zu kaufen“, stellte Sakudo Schnäppchenjagden in Aussicht.

Mitnahmeeffekte bei Sony

Der Tokioter Markt hatte seit Freitag zugelegt, nachdem Zahlen zum Wirtschaftswachstum in der fernöstlichen Volkswirtschaft für Konjunkturoptimismus gesorgt hatten. Zur Zuversicht für die weltweite Wirtschaftsentwicklung trugen am Montag auch die Ölpreise bei, die weiter zurückgingen. Dieser Umstand hatte auch Auswirkungen auf die Devisenmärkte: „Der Rückgang der Ölpreise hat offenbar den Dollar unterstützt“, sagte Junya Tanase von der JP Morgan Chase Bank. „Es ist ganz natürlich, dass es zu einer Bereinigung kommt.“ Zum Yen stieg der Dollar auf rund 105,45 Yen und erholte sich damit etwas von seinem Sieben-Monatstief, das die US-Währung am Montag mit 105,16 Yen erreicht hatte.Zur Schweizer Währung wurde der Euro bei 1,5264 Franken gehandelt, der Dollar notierte mit 1,1797 Franken.

Am Tokioter Aktienmarkt waren die Papiere der Banken unter den Gewinnern. Die Anteilsscheine der Mizuho Financial Group legten 0,9 Prozent zu und kletterten damit den dritten Tag in Folge. Die Papiere der Sumitomo Mitsui Financial Group gewannen 0,4 Prozent. Die Aktien der Versicherung Millea Holdings verteuerten sich um 3,2 Prozent. Dahingegen verbilligten sich die Titel des Technologieunternehmens Kyocera um 1,5 Prozent.

Marktteilnehmer führten dies auf Gewinnmitnahmen zurück, nachdem deren Kurs an den vorangegangenen Handelstagen 3,8 Prozent zugelegt hatte. Diese Mitnahmeeffekte erfassten auch die Papiere des Herstellers von Unterhaltungselektronik Sony, die ein halbes Prozent abgaben.Aber auch für die Technologieaktien äußerten sich Analysten optimistisch. Stratege Motoyoshi Uchida von Mizuho Investors Securities sagte: „Die japanischen Technologiewerte gelten weiterhin als unterbewertet im Vergleich zu ihren US-Pendants. Und wir haben gesehen, dass die US-Verbraucher wohl mehr für ihre Weihnachtsgeschenke ausgeben wollen. Das sollte japanische Technologiewerte wie Sony und Sharp stützen.“

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