Bankenwerte gefragt
Dax schließt etwas schwächer

Die Nachfrage nach Bankenwerten hat am Montag am deutschen Aktienmarkt die Belastung durch Kursverluste der Automobilwerte zum größten Teil ausgeglichen. Der Dax schloss in ruhigem Handel 0,10 Prozent schwächer mit 4396,09 Punkten.

HB FRANKFURT. Für den MDAX ging es um 0,17 Prozent auf 5844,42 Punkte nach unten. Der TecDAX fiel um 0,73 Prozent auf 532,13 Punkte und schloss damit auf seinem Tagestief.

„Wir haben es in den vergangenen Tagen bereits mehrfach erlebt, dass man bei uns trotz schwächerer US-Börsen anziehende Kurse sieht“, sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. In New York tendierte der Dow Jones nahezu 0,1 Prozent schwächer bei 10 450 Punkten. Der NASDAQ-Composite sank zugleich um 0,3 Prozent auf 1995 Punkte. Der EuroSTOXX 50 schloss um 0,27 Prozent leichter bei 3080,55 Punkten. Die Börsen in London und Paris beendeten den Handel jeweils leicht im Minus.

„Es scheint bei geringen Umsätzen eine Rückkaufneigung zu geben“, sagte Aktienhändler

Heinz-Bernd Schmitz von der NORD/LB. „Vielleicht, weil seit Wochen und Monaten Geld aus den amerikanischen Märkten in den Euroraum fließt.“ Nach seiner Einschätzung schauten die ausländischen Anleger auf die beginnende Dividendensaison.

Finanzwerte besetzten die Spitze des DAX-Kurszettels. Nach einer Branchen-Studie von Citigroup Smith Barney interessierten sich charttechnisch orientiere Anleger für die Werte, sagten Händler. Commerzbank-Aktien verteuerten sich um 2,34 Prozent auf 17,91 Euro. Die Analysten hatten die Empfehlung auf „Buy“ angehoben. Der Kurs der HypoVereinsbank verbesserte sich um 0,58 Prozent auf 18,98 Euro. Zeitweise bester MDAX-Wert-waren die Papiere der Postbank, die 1,93 Prozent auf 37,41 Euro gewannen.

„Was den Markt aktuell belastet, das ist die Automobilbranche. Die Stimmung für die Werte ist nach der Gewinnwarnung von Ford schlecht. Und auch die Rabattaktion bei VW sorgt für Abgabeneigung“, sagte Aktienhändler Schmitz. Die Aktien von Volkswagen verloren 0,95 Prozent auf 35,51 Euro. VW will mit Sonderprämien für Stammkunden seinen Neuwagenverkauf ankurbeln. DaimlerChrysler verloren 0,70 Prozent auf 32,49 Euro, während BMW ein Plus von 0,37 Prozent auf 34,91 Euro auswiesen.

Nach Veröffentlichung der Verkehrszahlen für März schlossen die Aktien der Lufthansa 0,18 Prozent schwächer mit 11,14 Euro. „Mir fällt auf, dass die Auslastung gesunken ist, während sie bei British Airways und Air France gestiegen ist“, sagte Analyst Nils Machemehl. Selbst die US-Gesellschaften hätten ihre Auslastung verbessert.

Eine kritische Branchenstudie von Goldman Sachs drückte die Kurse der deutschen Stahlwerte. ThyssenKrupp-Aktien gaben 0,76 Prozent auf 15,70 Euro ab. Als schwächster MDAX-Wert büßten Salzgitter- Aktien 2,16 Prozent auf 16,28 Euro ein. Hingegen ließen positiv aufgenommenen Aussagen von STADA-Chef Hartmut Retzlaff und die Übernahme eines portugiesischen Konkurrenten den Generika-Hersteller an die Spitze des MDAX steigen. Die Aktien wurden zuletzt 3,31 Prozent fester mit 25,25 Euro gehandelt.

Die Umlaufrendite sank auf 3,34 (Vortag: 3,36) Prozent. Der Rentenindex REX legte um 0,08 Prozent auf 120,96 Punkte zu. Der Bund Future stieg um 0,08 Prozent auf 119,26 Punkte. Den Referenzkurs des Euro setzte die Europäische Zentralbank (EZB) auf 1,2971 (Freitag: 1,2819) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7710 (0,7801) Euro.

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